Gasofen wird untersucht

Feuerdrama: Ermittler suchen nach Gründen

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Fotografen vor dem ausgebrannten Gebäude

Titisee - Mit einem Gasofen ist die Ursache für das Feuerinferno in einer Behindertenwerkstatt im Schwarzwald gefunden. Die Ermittler versuchen nun, die Hintergründe zu klären.

Zwei Tage nach dem Feuerdrama in einer Behindertenwerkstatt in Titisee-Neustadt im Schwarzwald konzentriert sich die Arbeit der Ermittler auf den als Brandursache festgestellten Gasofen. Dieser werde näher untersucht, sagte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Häberle der Nachrichtenagentur dpa. Noch sei unklar, woher der Ofen stamme und wer ihn in der Werkstatt aufgestellt und betrieben habe. Zudem müsse geklärt werden, ob ein technischer Defekt oder menschliches Versagen vorliege. Die am Montag eingerichtete Sonderkommission mit 60 Beamten arbeite auf Hochtouren.

Aus dem in der Werkstatt aufgestellten Ofen war nach Ansicht der Ermittler unkontrolliert Gas ausgeströmt. Dadurch war es am Montag zu einer Explosion und zu einem Feuer in der Caritas-Einrichtung für 120 geistig und mehrfach Behinderte gekommen. 14 Menschen wurden getötet, 14 weitere verletzt. Sie starben nach bisherigen Erkenntnissen an den Folgen des tödlichen Rauchs. Die Getöteten sind 13 Behinderte und deren Betreuerin. Der Ofen war mit einer Propangasflasche verbunden, er diente als mobile Heizung in der Werkstatt.

Um was für ein Gerät es sich handelte und wer es bediente, sei noch unklar, sagte Häberle. Es sei ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen fahrlässiger Körperverletzung eröffnet worden. Für Vorsatz gebe es keine Anzeichen.

Der Ofen sei durch die Explosion stark in Mitleidenschaft gezogen worden, sagte der Einsatzleiter der Polizei, Alfred Oschwald. Gas habe sich in ihm nicht mehr befunden. Ermittelt werden müsse noch, ob es sich um einen Eigenbau handelte oder einen Ofen aus dem Handel.

Feuer-Katastrophe in Behindertenwerkstatt: 14 Tote

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An diesem Mittwoch will die Stadtverwaltung Einzelheiten zum geplanten Trauergottesdienst für die Hinterbliebenen des Feuerdramas bekanntgeben. Der ökumenische Gottesdienst an diesem Samstag (01.12./11.00) im Münster von Titisee-Neustadt soll gemeinsam geleitet werden vom katholischen Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch und dem evangelischen badischen Landesbischof Ulrich Fischer. Zudem wurde im Internet ein Trauerportal eingerichtet.

dpa

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