Feuertod-Prozess: Angeklagter bricht Schweigen 

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Der Polizist Andreas S. sitzt am zweiten Verhandlungstag im Prozess um den Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Dessauer Polizeizelle auf der Anklagebank im Landgericht, aufgenommen am 14.01.2011.

Magdeburg - Im neuen Prozess um den Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh in einer Polizeizelle in Dessau hat der Angeklagte am Freitag sein Schweigen gebrochen.

In einer Erklärung beteuerte der Polizist, bei dem Vorfall vor sechs Jahren trotz mehrfachen Alarms nicht an einen Brand in der Zelle gedacht zu haben. “Ich muss unterschwellig an eine Fehlfunktion gedacht haben“, sagte der Mann im Landgericht Magdeburg. Dass ein Brand ausgebrochen war, habe er erst gemerkt, als er die Zellentür öffnete.

Jalloh war zu dem Zeitpunkt schon tot. Der 23-Jährige soll in der Zelle trotz Fesselung selbst Feuer gelegt haben. Der 50-jährige Polizist, der in einem ersten Verfahren in Dessau freigesprochen worden war, ist wegen Körperverletzung mit Todesfolge angeklagt.

dpa

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