Feuerwehrler gesteht Mord

Lisa (18) – erwürgt wie im Horrorfilm

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Hier wohnte Lukas mit seinen Eltern.

Tornesch - Am Ende war alle Hoffnung umsonst, alles Suchen vergebens. Am Ende sind da nur noch eine große Leere, Trauer und Wut. Lisa Marie B. (18) ist tot, erwürgt von einem gerade mal 16 Jahre jungen Nachbarsbuben.

Der Mord erschüttert nicht nur die Menschen in der 12 000- Einwohner-Stadt Tornesch gut zwanzig Kilometer nordwestlich von Hamburg, sondern auch weit darüber hinaus. Die Kaltblütigkeit der Tat macht sprachlos – Täter und Opfer waren befreundet, kannten sich seit Jahren!

Besonders schockierend: Lukas M. hatte sich die Mordanleitung offenbar aus dem Internet geholt. Er sah sich häufig Videos an, in denen Frauen gewürgt und gequält werden. Bis aus krankhafter Phantasie grausame Realität wurde.

Die Chronologie eines Mordes:

Mittwoch, 19. März: Lisa Marie B. parkt ihren schwarzen Skoda Roomster am Feuerwehrgerätehaus in Tornesch und besucht einen Freund: Lukas M. – der 16-Jährige wohnt gerade mal 500 Meter entfernt, ist wie Lisa bei der Freiwilligen Feuerwehr aktiv. Plötzlich greift er das Mädchen wie in einem seiner kranken Horrorfilme von hinten an, erwürgt sie. Dann versteckt er die Leiche in einem nahen Maisfeld. Die Eltern ahnen nichts von dem Verbrechen, melden ihre Tochter gegen 18 Uhr als vermisst.

Donnerstag, 20. März: Lisa Marie erscheint nicht an ihrer Ausbildungsstelle im benachbarten Elmshorn. Die Polizei ermittelt im Umfeld der 18-Jährigen, startet eine Suchaktion, unter anderem mit Hubschraubern und Spürhunden. Die Tiere verlieren am abgestellten Skoda die Spur der Vermissten. Lisas Feuerwehrkameraden verbreiten Suchaufrufe übers Internet, die in ganz Deutschland verbreitet werden.

Freitag, 21. März: Auch Lukas M. beteiligt sich scheinheilig an der Suche. Der Hamburger Morgenpost berichtet er mit Tränen in den Augen: „Ich mache mir wegen Lisas Verschwinden trotzdem Vorwürfe. Ich hätte sie begleiten müssen.“ Sie hätten am Mittwochnachmittag eine Stunde lang miteinander gequatscht. Lukas zur Mopo: „Sie erzählte mir, dass sie ein bisschen Stress zu Hause und mit ihrem Freund hat.“ Dann fleht Lukas unter Tränen und Schluchzen: „Lisa, bitte komm zurück! Es ist mein allergrößter Wunsch!“

Montag, 24. März: Die traurige Gewissenheit. Am frühen Nachmittag konzentriert sich die Suche der Polizei auf ein freies Feld unweit der Stelle in Tornesch, wo Lisa fünf Tage zuvor zusammen mit Lukas gesehen worden war. Das Feld ist nicht weit von Lukas’ Elternhaus entfernt. Dort finden die Ermittler die Leiche der jungen Frau, verscharrt in der Erde. Etwa zur selben Zeit nehmen die Beamten den Mörder fest.

Dienstag, 25. März: Ein Amtsrichter erlässt Haftbefehl wegen Mordes. Im Jugendknast in Schleswig hat Lukas M. nach Mopo-Informationen ein Geständnis abgelegt. Dem Halbwüchsigen drohen nun bis zu 15 Jahre Haft.

tz

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