Aus Not heraus geboren

Fidget Spinner: Die traurige Geschichte der Erfinderin

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Drehspielzeug Fidget Spinner

Fidget Spinners sind der Sommer-Trend 2017. Das Spielzeug ist so beliebt, dass es vielerorts ausverkauft ist. Die Entstehungsgeschichte des Handkreisels ist dagegen weniger erfreulich.

Der Fidget Spinner ist das Trend-Spielzeug des Sommers. Kaum jemand kommt derzeit drum herum. Der Handkreisel ist so beliebt, dass es in den vergangenen Monaten teilweise zu Lieferengpässen gekommen ist. Ob Groß oder Klein - jeder will das Spielzeug zwischen Mittelfinger und Daumen packen und losdrehen. So viel Spaß das Kreiseln auch macht, die Entstehungsgeschichte des Fidget Spinners ist alles andere als lustig: Denn als Catherine A. Hettinger aus Florida den kleinen Propeller 1997 zum Patent anmeldet, leidet sie offenbar an einer schweren Krankheit. Das berichtet express.de.

Spielzeug, das aus der Not heraus entstanden ist

Wegen einer Immunkrankheit, die unter anderem Muskelschwund hervorruft, fiel es Hettinger Anfang der 90er Jahre immer schwerer, mit ihrer Tochter Sara zu spielen. Fingerfertigkeiten wie Basteln wurden für die US-Amerikanerin ein Ding der Unmöglichkeit. Damit sich ihr siebenjähriges Kind alleine beschäftigen konnte, tüftelte die Mutter an einer eigenen Spielzeug-Idee. Das Ergebnis soll ein aus Zeitungen und Klebeband gefertigter Prototyp des Fidget Spinners gewesen sein.

Ein Spielzeughersteller zeigte Interesse an dem Kreisel, doch eine Zusammenarbeit kam letztlich nicht zustande. Hettinger konnte ihren Prototypen so nicht nur nicht weiterentwickeln lassen, ihr fehlte 2005 zudem das nötige Geld, um das Patent aufrechtzuerhalten. Das Aus des Fidget Spinners war besiegelt - es scheiterte an 400 Dollar (rund 360 Euro). 

Erfinderin geht leer aus

Der Fidget Spinner ist nach wie vor auf dem Vormarsch. Das Spielzeug macht nicht nur Spaß, sondern soll angeblich auch gegen ADHS helfen. Eine Million Euro haben allein die Deutschen bereits für den Propeller hingeblättert - Geld, von dem die heute 62-jährige Erfinderin nichts sieht. Hettinger lebt nach eigenen Angaben in Armut, wie sie dem Guardian vor Kurzem erzählte.

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