Mann ist geständig

Finanzamt-Mitarbeiter soll fast eine Million Euro veruntreut haben

Vor dem Landgericht Verden steht ein Finanzbeamter.
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Vor dem Landgericht Verden steht ein Finanzbeamter.

Vor dem Landgericht Verden (Aller) steht ein 29-Jähriger. Die Anklage lautet: Veruntreuung von fast einer Million Euro. Das Pikante ist, dass der Mann Mitarbeiter des Finanzamtes Syke (Niedersachsen) ist und deren Geld umgelenkt hat.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem inzwischen suspendierten Mann 81 Fälle vor. Es geht um Untreue und Steuerhinterziehung. Sein Beutezug dauert rund zweieinhalb Jahre. Am ersten Verhandlungstag war der Mann geständig. Zu seinen Gründen gab er Spielsucht an. Bereits vor zehn Jahren sei der Angeklagte von seinen Eltern in einem Bremer Casino fürs Spiel gesperrt worden, dies berichtet Kreiszeitung.de*

Der Angeklagte schätzt, dass er im Laufe der Jahre zwei bis zweieinhalb Millionen Euro verzockt habe. Sein Verteidiger sprach von einer „massiven Spielsucht“. Dies sieht die Staatsanwaltschaft anders. Sie geht in der Anklageschrift lediglich von einer „Spielleidenschaft“ aus. Um an das Geld zu kommen, erzeugte er Guthaben durch Umbuchungen und zahlte diese auf sein Konto aus. Das Ursprungskonto bereinigte er durch Niederschlagung von Steuerforderungen. *Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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