Explosive Säure: 700 Schüler bekommen frei

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Günther Haas vom Kampfmittelbeseitigungsdienst Baden-Württemberg trägt am Donnerstag vor der Grund- und Realschule in Friedrichshafen-Ailingen den Behälter, die die möglicherweise gefährliche Chemikalie beinhaltet.

Friedrichshafen - Schulfrei dank einer Flasche mit Pikrinsäure: Eine Lehrerin hat den explosiven Stoff im Chemieschrank einer Grund- und Realschule in Friedrichshafen am Bodensee entdeckt.

Um die Säure zu entfernen, rückte der Kampfmittelbeseitigungsdienst am Donnerstag an und nahm die Chemikalie mit, wie die Polizei mitteilte. Für 700 Schüler hieß das: kein Unterricht. Die Aktion sei reibungslos verlaufen, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Der Stoff Pikrin sei früher im Chemieunterricht unter anderem für Farbexperimente genutzt worden, sagte die Sprecherin. Im flüssigen Zustand sei die Substanz relativ ungefährlich. Nur wenn die Flüssigkeit kristallisiere, könne sie bei Erschütterung explodieren. Da die Flasche undurchsichtig war, habe man aber nicht einschätzen können, ob die Chemikalie flüssig oder getrocknet war.

Die 250 Milliliter-Flasche war bereits am Mittwoch gefunden worden und hätte dort nach einem Bericht der „Schwäbischen Zeitung“ (Ravensburg) schon längst nicht mehr sein dürfen.

dpa

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