Von hungrigen Tigern umzingelt

Männer harren vier Tage lang auf Bäumen aus

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Jakarta - Belauert von hungrigen Tigern haben fünf Männer in Indonesien tagelang auf Baumwipfeln ausgeharrt und verzweifelt auf Hilfe gewartet.

Auf der Flucht vor Tigern haben mehrere Männer vier Tage lang in Baumwipfeln auf der indonesischen Insel Sumatra ausgeharrt. Am Montag wurden die schon stark geschwächten Männer nach fünf Tagen gerettet, wie die Polizei mitteilte. Die Gruppe war im Mount-Leuser-Nationalpark in Tamiang in der Provinz Aceh auf Sumatra unterwegs, um seltene und wertvolle Tropenhölzer zu sammeln, die für Parfüm und in der traditionellen Medizin verwendet werden.

Ein sechster Mann der Gruppe wurde laut Polizei bereits Tage zuvor von den Tigern getötet und gefressen. Der 28-Jährige war zunächst ebenfalls auf einen Baum geklettert, doch brach der Ast unter seiner Last, so dass er zu Boden fiel, wie die örtliche Polizei berichtete.

Laut Polizeibericht hatten die Holzsammler nach eigenen Angaben aus Versehen ein Tigerbaby in einer ihrer Fallen gefangen, mit der sie angeblich nur Kleinwild zur Selbstversorgung töten wollten. Dann seien mehrere ausgewachsene Sumatratiger herbeigekommen. Von den Bäumen aus gelang es den Männern, per SMS Bewohner eines nahegelegen Dorfes zu alarmieren. Das Rettungsteam brauchte drei Tage, um sie zu erreichen. Die Männer tranken Regenwasser, um zu überleben.

Sumatra-Tiger sind akut vom Aussterben bedroht. Seit den 1970er Jahren hat sich die Zahl dieser Unterart von rund 1000 auf höchstens 400 reduziert. Grund sind die Zerstörung der Regenwälder und Wilderei. In dem Nationalpark leben auch andere seltene Arten wie Orang-Utans, Elefanten, Nashörner und Leoparden.

AP

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