Autofahrer fuhr auf Landebahn

Zwischenfall am Flughafen Hannover: Haftbefehl gegen 21-Jährigen

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Ein Auto wird auf dem Flughafen abtransportiert. Mit diesem Auto hatte ein Mann ein Tor durchbrochen und war auf das Vorfeld gefahren.

Schrecksekunden mitten in der Reisewelle: Ein Autofahrer versucht in Hannover, auf das Vorfeld zu gelangen. An dem wichtigen Drehkreuz Norddeutschlands ging stundenlang nichts mehr. 

Update vom 30. Dezember, 14.10 Uhr: Der nach einer spektakulären Autofahrt über das Rollfeld des Flughafens von Hannover in Untersuchungshaft sitzende Mann schweigt weiter zu seinem Motiv. Das teilte die Polizei in der niedersächsischen Landeshauptstadt am Montag mit.

Zwischenfall am Flughafen Hannover: Haftbefehl gegen 21-Jährigen

Update vom 30. Dezember, 18.34 Uhr: Der Mann, der beim Flughafen Hannover mit dem Auto auf das Vorfeld eingedrungen ist, sitzt in Untersuchungshaft. Ein Gericht habe am Sonntag einen Haftbefehl erlassen, teilte die Polizei mit. Der Mann hatte am Samstag den gesamten Flugverkehr stundenlang lahmlegt. Der Festgenommene schwieg zunächst jedoch zu der Tat, wie ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag sagte. 

Seine Beweggründe blieben daher vorerst im Verborgenen. Der 21 Jahre alte Pole ohne deutschen Wohnsitz soll zur Tatzeit unter Drogeneinfluss gestanden haben. Trotz unklarer Motivlage gebe es „keinerlei Hinweise auf etwaige terroristische Hintergründe“, berichtete die Polizei.

Zwischenfall am Flughafen Hannover: Rätselhaftes Schweigen beim Eindringling

Der Eindringling vom Flughafen Hannover, der am Samstag mit einem Auto auf das Vorfeld fuhr und so den gesamten Flugverkehr stundenlang lahmlegte, schweigt weiter zu seiner Tat. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Sonntag. Der Festgenommene solle im Laufe des Sonntags einem Haftrichter vorgeführt worden, nachdem er bislang keine Angaben zur Tat und zu seinem Motiv gemacht hatte.

Fest steht den Angaben zufolge inzwischen die die Nationalität des Tatverdächtigen. Der Mann sei ein 21-jähriger Pole ohne deutschen Wohnsitz. Er soll zur Tatzeit unter Drogeneinfluss gestanden haben.

Am Samstagnachmittag war der Flugverkehr wegen des Zwischenfalls für viereinhalb Stunden eingestellt worden. Der 21-Jährige hatte laut Bundespolizei ein verschlossenes Tor gewaltsam aufgebrochen und war mit seinem BMW auf das Flughafengelände gefahren. Dort hielt der Mann unter einem auf dem Vorfeld stehenden Flugzeug an, wo Beamte der Bundespolizei ihn überwältigten. Er soll Widerstand geleistet haben.

Unterdessen hat sich der Betrieb am Flughafen Hannover wieder normalisiert. Reisende müssten nicht mit größeren Wartezeiten rechnen, sagte eine Airportsprecherin am Sonntag. Insgesamt seien deutlich weniger Verbindungen von dem Vorfall betroffen gewesen als zunächst angegeben. Man habe fünf Landungen und vier Starts gestrichen, acht Maschinen flogen mit Verspätung ab.

Update vom 29. Dezember, 21.23 Uhr:

Bei dem festgenommenen Autofahrer handelt es sich um einen Mann Mitte 20. Genauere Angaben gab es zunächst nicht, weil der Mann keinen Ausweis dabei hatte. Der Mann hatte nach ersten Erkenntnissen ein Tor zum Vorfeld durchbrochen. Dort versuchte er demnach, einem landenden Flugzeug der griechischen Airline Aegean zu folgen. Er sei von Streifenwagen aufgehalten und in Gewahrsam genommen worden. Der Aegean-Jet blieb unbeschädigt.

Der Flughafen stellte den Flugbetrieb von 15.30 bis 20.06 Uhr ein. Betroffen waren 9 Starts und 13 Landungen, wie der Flughafen am Abend mitteilte. „So einen Vorfall hat es in der gesamten Geschichte des Flughafens noch nicht gegeben“, sagte der Geschäftsführer des Airports, Raoul Hille.

Update vom 29. Dezember, 20.20 Uhr:  

Nach dem Zwischenfall am Flughafen Hannover ist der Flugverkehr gegen 20 Uhr wieder aufgenommen worden. Das teilten Bundespolizei und Flughafen am Samstagabend mit.

Update vom 29. Dezember, 19.47 Uhr:

Am Flughafen Hannover läuft der Check-in wieder. Das teilte der Flughafen gegen 19.00 Uhr mit. Der Flugbetrieb blieb nach Angaben der Bundespolizei allerdings weiterhin eingestellt. Seit etwa 16.00 Uhr gab es keine Starts und Landungen mehr. Bis der Flugbetrieb wieder aufgenommen werde, könne es noch etwas dauern. Es gibt laut Bundespolizei keine Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund des Vorfalls. 

Das Motiv sei völlig unklar, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Samstagabend. Ein Mann hatte am Nachmittag mit einem Auto ein Tor durchbrochen und war mit dem Fahrzeug auf das Vorfeld gelangt. Dort hat er laut ersten Erkenntnissen versucht, einem landenden Flugzeug zu folgen. Er sei dann von Streifenwagen aufgehalten worden, berichtete die Bundespolizei. Die Beamten gehen davon aus, dass der Mann ein Einzeltäter ist. Der Fahrer habe laut Drogentest unter dem Einfluss von Kokain und Amphetaminen gestanden. Vom eingestellten Flugbetrieb sind aktuell mindestens 13 Starts und 21 Landungen betroffen. 

Update vom 29. Dezember, 19.42 Uhr:

Der Autofahrer, der am Samstagnachmittag mit einem Auto auf das Vorfeld des Flughafens Hannover gelangt ist, stand nach Behördenangaben unter Drogen. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei am frühen Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Der Drogentest sei positiv auf Amphetamine und Kokain gewesen. Der Mann sei Mitte 20. Genauere Angaben konnte der Sprecher nicht machen, weil der Autofahrer keinen Ausweis dabei hatte. Auch über die Staatsangehörigkeit des Mannes konnte die Bundespolizei daher keine Angaben machen. Das Auto hatte ein polnisches Kennzeichen. Es sei aber nicht auszuschließen, dass der Mann kein Pole sei.

Update vom 29. Dezember, 19.13 Uhr:

Die Sicherheitsbereiche am Flughafen Hannover sind nach einem Zwischenfall, bei dem ein Autofahrer auf das Vorfeld gelangt ist, geräumt. Das hat die Polizei Hannover am frühen Samstagabend auf Twitter mitgeteilt. 

Flugbetrieb und Abfertigung wurden unmittelbar nach dem Vorfall gegen 16.00 Uhr eingestellt und waren auch am frühen Abend noch nicht wieder in Betrieb, wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte. Wann es wieder Starts und Landungen geben sollte, konnte er zunächst nicht sagen.

Update vom 29. Dezember, 18.30 Uhr: 

Hannover - Bei dem Zwischenfall am Flughafen Hannover, bei dem am Samstagnachmittag ein Auto auf das Vorfeld gelangt ist, ist nach Behördenangaben nicht auszuschließen, dass der Täter möglicherweise verwirrt war. Das sagte ein Sprecher der Bundespolizei der Deutschen Presse-Agentur. „Definitiv kann ich aber noch nichts sagen.“ 

Ob der Fahrer des Autos mit polnischem Kennzeichen verwirrt sei, unter Drogeneinfluss stand, einen Anschlag verüben wollte oder aus einem anderen Grund auf das Vorfeld gefahren ist, wurde laut Bundespolizei am Nachmittag noch untersucht. Zuvor hatte der NDR über den Zwischenfall berichtet. Der Mann war am Samstagnachmittag kurz vor 16.00 Uhr mit seinem Auto durch ein Tor auf das Vorfeld gefahren und wurde daraufhin gestellt. Seitdem ist der Flugverkehr vorerst eingestellt, es gebe keine Starts und Landungen. 

Flugzeuge in der Luft werden umgeleitet

Flugzeuge, die in der Luft seien, würden umgeleitet, sagte der Sprecher der Bundespolizei. Ein Teil des Terminals A sei aus Sicherheitsgründen gesperrt worden, weil es eine Glasfront habe, die in Richtung des stehenden Autos zeige. Der Rest des Terminals und die anderen beiden Terminals seien weiterhin geöffnet. Ein Bombenentschärfungsdienst untersuchte am Nachmittag das Auto, das sei eine Routinemaßnahme.

Der Flughafen Hannover-Langenhagen ist ein wichtiges internationales Drehkreuz. Er bietet sowohl innerdeutsche als auch internationale Flugverbindungen an. Die in Hannover beheimatete Fluggesellschaft Tuifly fliegt von hier sehr viele Ziele an. Drei nahe beieinander liegende Terminals - A, B und C - gibt es. Im vergangenen Jahr hatte der Flughafen 5,87 Millionen Fluggäste, im Jahr davor waren es 5,4 Millionen. Das Flughafengelände umfasst 1000 Hektar Fläche.

29. Dezember, 18.05 Uhr: Heikler Zwischenfall in Hannover

Ein Mann in einem Auto mit polnischem Kennzeichen hat versucht, durch eine Durchlassstelle auf das Vorfeld des Flughafens zu gelangen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei auf Anfrage. Zuvor hatte der NDR über den Zwischenfall berichtet. 

Noch ist unklar, ob es sich um einen Anschlag handelt

Der Fahrer des Autos sei in Gewahrsam genommen worden. Der Flughafen sei derzeit geschlossen, es gebe keine Starts und Landungen, die Terminals seien jedoch geöffnet, sagte ein Sprecher des Flughafens. Wie lange dies dauern sollte, war demnach zunächst noch unklar. Ob es sich um einen Anschlag handelt oder etwa um einen Unfall, wurde laut Bundespolizei am Nachmittag noch untersucht. 

Die Polizei Hannover meldete sich via Twitter zu Wort. In der kurzen Meldung heißt es, der Mann habe mit dem PKW ein Tor durchbrochen und sei dann auf das Vorfeld gefahren. 

dpa

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