Flugzeugabsturz in Indonesien: Flugschreiber gefunden

Jakarta - Nach dem Flugzeugabsturz in Indonesien haben die Behörden den Flugschreiber gefunden. Die Zahl der Menschen, die bei dem Unglück am Samstag ums Leben kamen, stieg auf 21.

Die schlechte Sicht habe die Rettungsarbeiten der 20 eingesetzten Taucher behindert. Das Flugzeugwrack sei mit dickem Schlamm überzogen gewesen, erklärte der Leiter der Rettungsmannschaft. Der Flugschreiber sei in 15 bis 20 Metern Tiefe gefunden worden. Beim Landeanflug auf den Flughafen der indonesischen Stadt Kaimana war das zweimotorige Flugzeug des chinesischen Typs Xian MA60 bei heftigem Regen in eine Bucht gestürzt. An Bord befanden sich 25 Menschen.

17 Leichen wurden am Samstag geborgen, vier weitere am Sonntag. Vier Menschen würden noch vermisst, sagte der Rettungsleiter. Doch die Behörden rechneten nicht damit, noch Überlebende zu finden. Unter den Passagieren waren auch zwei Säuglinge und ein Kind. Zuvor hatte es geheißen, es seien 27 Menschen an Bord des Flugzeugs der staatlichen Fluglinie Merpati Nusantara Airlines gewesen. Doch die Fluglinie korrigierte ihre Angaben. Zwei Besatzungsmitglieder seien doppelt gezählt worden.

In den vergangenen Jahren ist es in Indonesien wiederholt zu tödlichen Unfällen mit Fähren, Flugzeugen und Zügen gekommen. Meist waren Überladung, mangelhafte Sicherheitsstandards oder Überalterung der Gefährte die Ursache. Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln, auf denen etwa 235 Millionen Menschen leben.

dapd

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