Mehrere Fälle gemeldet

Unfassbar dreist! Betrüger nutzen Not und Hilfsbereitschaft nach Flut-Katastrophe schamlos aus

Das Ausmaß der Fluten ist in Ahrweiler noch immer zu sehen.
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Das Ausmaß der Fluten ist in Ahrweiler noch immer zu sehen.

Eine Welle der Solidarität geht nach den verheerenden Flut-Katastrophen durch Deutschland. Doch dreiste Betrüger wollen die Hilfsbereitschaft der Menschen wohl schamlos ausnutzen.

Bonn/Köln - Die Zerstörung und das Leid sind riesig. Wohl noch lange wird es dauern, bis die Betroffenen die Hochwasser-Katastrophe in Deutschland verdaut haben. NRW und Rheinland-Pfalz wurden besonders hart von den Fluten getroffen - die Folge waren zahlreiche Tote und gigantische Verwüstungen. Auch in Bayern kam es zu heftigen Schäden. In München sorgte der Isar-Pegelstand zeitweise auch für Sorge.

Unwetter-Katastrophe in NRW: Polizei meldet dreiste Betrugsmaschen

In dieser schwierigen Zeit werden die Katastrophengebiete aber auch von einer Welle der Solidarität heimgesucht. Etliche Personen versuchen, mit Sachspenden oder mit Geld zu helfen. Allerdings finden sich wohl auch Personen darunter, die die Notlage und die Hilfsbereitschaft der gutmütigen Bürgerinnen und Bürger schamlos ausnutzen. Fälle von besonders dreisten Betrugsmaschen wurden gemeldet.

In drei Fällen hätten mutmaßliche Betrüger etwa Bautrockner im Netz angeboten, wie die Polizei in Köln und Bonn am Montag berichtete. Nachdem Betroffene dort bestellt und vorab gezahlt hatten, seien die Firmen telefonisch nicht mehr erreichbar gewesen. In einem anderen Fall hätte eine vermeintliche Elektrik-Firma Reparaturen angeboten, aber diese nach einer Zahlung nicht ausgeführt.

Hochwasser-Katastrophe in Deutschland: Kriminelle nutzen Hilflosigkeit und Spendenbereitschaft aus

In Köln sucht die Polizei den Angaben zufolge nach mutmaßlichen Betrügern, die ein auf Facebook veröffentlichtes Foto einer durch das Hochwasser zerstörten Wohnung kopiert hätten und in einem neuen Beitrag dann um Spenden gebeten hätten. Ob dem Aufruf jemand gefolgt ist, werde nun ermittelt. Der Post sei gelöscht worden. In allen Fällen werde wegen des Verdachts auf Betrug ermittelt. Die Polizei warnte in der Mitteilung von Montag vor Betrugsdelikten im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe.

Die Kriminellen nutzten die Hilflosigkeit und Spendenbereitschaft der Menschen aus. Gefälschte Internet-Shops seien auf den ersten Blick schwer zu erkennen: „Da die Täter aus dem Ausland agieren, ist das Löschen solcher Fake-Shops oft umständlich und langwierig. Die Betrüger können daher über viele Wochen hinweg ahnungslose Online-Einkäufer um ihr Geld bringen“, warnte die Polizei. Weil sie oft mit unwahrscheinlich niedrigen Preisen lockten, sollten Kunden zum Beispiel keine spontanen Käufe machen und im Voraus Preise vergleichen. (han/dpa)

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