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Abu Daud und das Olympia-Attentat von  1972

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München - Abu Daud und das Olympia-Attentat von  1972

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1 / 21Jahrelang wurde er weltweit gesucht, nun ist Abu Daud. der mutmaßliche Drahtzieher des blutigen Olympia-Anschlags von 1972 friedlich im Bett gestorben. Die Gewalt hielt er am Schluss für den falschen Weg, aber den Münchner Anschlag mit 17 Toten hat er nie bereut. © dpa
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2 / 21Abu Daud, der mehr als 40 Decknamen gehabt haben soll, wurde am Samstag auf dem “Märtyrer-Friedhof“ im Flüchtlingslager Jarmuk bei Damaskus beigesetzt. © dpa
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3 / 21Der fünffache Vater starb im Alter von 73 Jahren an Nierenversagen. Bereut hat er die Bluttat nie. Auch vor Gericht musste sich der lange weltweit gesuchte palästinensische Top- Terrorist, der eigentlich Mohammed Daud Audeh hieß, nicht verantworten. © dpa
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4 / 21Am 5. September 1972 hatten acht palästinensische Terroristen der Gruppe “Schwarzer September“ das Quartier der Israelis im Olympischen Dorf (Pfeil) überfallen und elf Athleten in ihre Gewalt gebracht. © MM-Archiv
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5 / 21Zwei Israelis, die sich widersetzten, wurden sofort erschossen. © MM-Archiv
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6 / 21Die Terroristen der palästinensischen Gruppe "Schwarzer September" hatten die weltweite Medienberichterstattung über die Olympischen Spiele in ihr Kalkül einbezogen. Die ganze Welt sollte mit der Geiselnahme auf die Lage der Palästinenser aufmerksam gemacht werden. © MM-Archiv
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7 / 21Zum Sinnbild der Geiselnahme wurde das Foto eines maskierten palästinensischen Terroristen auf einem Balkon des olympischen Dorfes. © MM-Archiv
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8 / 21Verhandlungen mit den Terroristen (rechts). Der Bürgermeister des Olympischen Dorfes Walther Tröger, NOK-Präsident Willi Daume, Polizeipräsident Manfred Schreiber, der Sicherheitschef der Olympischen Spiele, der bayerische Innenminister Bruno Merk und auch der damalige Bundesinnenminister Hans-Dietrich Genscher boten sich als Ersatzgeiseln an. Dies wurde jedoch nicht akzeptiert. © dpa
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9 / 21Die Münchner Polizei plante auch eine Befreiungsaktion. Mit Waffengewalt sollten die Israelis aus der Hand der Terroristen befreit werden. © dpa
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10 / 21Ein bewaffneter Polizist auf dem Dach des Olympischen Dorfes. Die Terroristen hatten aber aus Radio und Fernsehen vom Aufmarsch der Polizei erfahren, die eine Befreiungsaktion geplant hatte. Man hatte versäumt, den Terroristen den Strom abzustellen und die Presse aus dem Olympischen Dorf entfernen zu lassen. Die Befreiungsaktion wurde abgebrochen. © dpa
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11 / 21Die Terroristen verlangten anschließend, nach Kairo ausgeflogen zu werden. Die deutschen Polizeibehörden waren jedoch entschlossen, dies zu verhindern. © MM-Archiv
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12 / 21Zum Schein wurden Geiseln und Terroristen zunächst mit Bussen zu Hubschraubern gebracht... © MM-Archiv
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13 / 21...dann starteten Hubschrauber des Bundesgrenzschutzes mit Israelis und Palästinensern in Richtung des nahe gelgenen Fliegerhorstes Fürstenfeldbruck. © MM-Archiv
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14 / 21Dort eröffneten fünf Scharfschützen das Feuer auf die insgesamt acht Geiselnehmer. Die Aktion wurde zum Desaster. Die auf dem Dach des Flughafengebäudes und auf dem Rollfeld postierten Polizeibeamten waren einfache Streifenbeamte und nicht als Präzisionsschützen ausgebildet. © MM-Archiv
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15 / 21Foto vom Feuergefecht am Fliegerhorst. Der Kampf zog sich über 45 Minuten hin, bis die aus München angeforderten Panzerfahrzeuge der Polizei eintrafen. © MM-Archiv
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16 / 21Die in die enge getriebenen Terroristen brachten schließlich die Geiseln um. © MM-Archiv
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17 / 21Einer der Geiselnehmer warf eine Handgranate in den Hubschrauber mit den gefesselten Geiseln. Bei der misslungenen Befreiungsaktion starben alle neun Geiseln, ein Polizist und fünf Terroristen im Kugelhagel. © dpa
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18 / 21Im Münchner Olympiastadion fand während der Olympischen Spiele eine Trauerfeier für die zwölf Todesopfer der palästinensischen Geiselnahme statt. Die Spiele gingen nach diesem einen Tag Unterbrechung weiter. © dpa
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19 / 21Um sich dem Terrorismus nicht zu beugen, beschloss das IOC, die Olympischen Spiele fortzusetzen. Berühmt wurde der Ausspruch des IOC-Präsidenten Avery Brundage (am Mikrofon): „The games must go on“. Auf Deutsch: "Die Spiele müssen weitergehen." © dpa
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20 / 21Der schockierte und trauernde Staat Israel entschloss sich nach diesem Blutbad zurückzuschlagen. In den nächsten 20 Jahren töteten Mossad-Kommandos zwei der drei Palästinenser, die München überlebt hatten, und mindestens zwölf weitere beteiligte Palästinenser, die sie verdächtigten, den Olympia-Anschlag geplant zu haben. © dpa
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21 / 21Abu Daud (mitte) entging der Justiz und dem israelischen Geheimdienst. “Ich bereue nichts“, sagte der in die Jahre gekommene Ex-Terrorist noch vor vier Jahren “Spiegel TV“. “Dass ich mich entschuldige, davon können sie nur träumen.“ Abu Daud ließ aber keinen Zweifel, dass auch seiner Ansicht nach die Gewalt beendet und Israelis und Palästinenser sich die Hand reichen müssten. © dpa

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