Piraten kapern deutschen Frachter

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Die “Marida Marguerite“ ist wieder frei (Archivfoto)

Nairobi/London - Seeräuber haben erneut einen deutschen Frachter gekapert. Ein Chemietanker indes ist nach einem halben Jahr wieder frei.

Wie das EU-Anti-Piratenprogramm EU NAVFOR am Dienstag mitteilte, ging die “EMS River“ mit acht Seeleuten an Bord den Piraten am Vortag auf dem Weg von den Vereinigten Arabien Emiraten nach Griechenland in die Fänge. Nach mehr als einem halben Jahr gaben somalische Piraten unterdessen einen deutschen Chemietanker wieder frei.

Die “Marida Marguerite“ mit 19 Mann Besatzung sei auf dem Weg in sichere Gewässer, sagte Andrew Mwangura vom Ostafrikanischen Seefahrerhilfsprogramm am Dienstag. Die Piraten haben nach eigenen 5,5 Millionen Dollar Lösegeld erhalten. Das Geld sei am Montagmorgen per Fallschirm abgeworfen worden.

Der Chemietanker war im Mai rund 200 Kilometer vor der omanischen Stadt Salalah von Seeräubern gekapert und nach Somalia verschleppt worden. Das Schiff eines deutschen Eigners fährt unter der Flagge der Marschall-Inseln. Die Besatzung kommt aus Indien, Bangladesch und der Ukraine.

Nach Angaben von EU NAVFOR befinden sich derzeit 26 Schiffe mit 609 Geiseln in der Hand somalischer Piraten.

dpa

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