Durchsuchung der Maschine

Lufthansa-Maschine: Flug-Reisende lesen SMS des Nachbarn mit – und alarmieren sofort die Polizei

Lufthansa Flugzeug am Flughafen Frankfurt
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Die Bundespolizei durchsuchte eine Lufthansa-Maschine am Frankfurter Flughafen. (Symbolbild)

Vier auffällige Passagiere sorgten für einen Einsatz der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt. Dabei wurde das Flugzeug unter anderem mit Sprengstoffspürhunden durchsucht.

Frankfurt - Am Samstag (14. August) kam es zu einem Einsatz der Bundespolizei am Flughafen Frankfurt, welcher den Start einer Maschine nach Mexiko verhinderte. Ausgelöst wurde der Einsatz durch andere Reisende, denen vier Flugpassagiere aus Indien verdächtig vorkamen. Der Vorfall ereignete sich laut Bundespolizei an Bord einer Lufthansa-Maschine kurz vor dem Start von Frankfurt nach Cancún.

Flughafen Frankfurt: Bundespolizei durchsucht das Flugzeug

Die Männer im Alter von 18 bis 27 Jahren sollen sich auffällig verhalten haben, sodass einige Mit-Passagiere auf sie aufmerksam wurden. So sollen sie unter anderem trotz Verbotes mit ihren Smartphones Messenger-Nachrichten geschrieben haben. Andere Reisende hätten diese abfotografiert und per Online-Übersetzungsprogramm aus einer indischen Sprache ins Französische übersetzt.

Dabei soll es zu Fehlinterpretationen gekommen sein, welche fälschlicherweise mögliche Suizidabsichten nahelegten. Dies habe die Mehrheit der Passagiere und die Besatzung sehr verunsichert, hieß es weiter, zumal die Männer nur kleines Handgepäck dabei gehabt hätten und verteilt im Flugzeug saßen.

Das Flugzeug habe den Start abgebrochen und die Bundespolizei sei gerufen worden. Die Bundespolizei durchsuchte daraufhin das auf dem Vorfeld stehende Flugzeug mit Sprengstoffspürhunden, konnte eine tatsächliche Gefährdung für den Flug aber am Ende ausschließen.

Einsatz der Polizei am Frankfurter Flughafen: Vier Männer werden festgenommen

Trotzdem wurden die vier Männer aus Indien verhaftet. Denn nach Angaben der Polizei, sei ihre Reise vermutlich eine Schleusung aus Indien über Mexiko mit dem Ziel USA gewesen. Bei den Männern seien gefälschte portugiesische Aufenthaltstitel gefunden worden. Einer von ihnen habe ein Geständnis abgelegt, heißt es weiter.

Ermittelt wird gegen die Männer unter anderem wegen Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz und Urkundenfälschung. Nach dem Ende der Ermittlungen sollen sie nach Indien zurückgewiesen werden. Erschreckende Bilder kommen vom Flughafen in Kabul. Denn dort spitzt sich die Lage weiter zu. Viele Menschen stürmen den Flughafen in Kabul und versuchen zu fliehen. (dpa/jsch)

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