Prozess in Dresden

Oma missbraucht Enkel - Mutter filmt Tat

Dresden - "Ich bin entsetzt", sagt der Vater des Kindes, das mit 14 Monaten von seiner eigenen Oma sexuell missbraucht wurde. Die Täterin will nämlich das Umgangsrecht für den heute Fünfjährigen einklagen.

Vor fast vier Jahren geschah die Tat: Eine heute 51 Jahre alte Frau verging sich an ihrem damals gerade einmal 14 Monate alten Enkel. Die Mutter (27) filmte den Missbrauch sogar noch mit dem Handy, wie bild.de berichtet. Das Urteil lautete für beide Frauen jeweils acht beziehungsweise neun Monate auf Bewährung, zusätzlich mussten beide eine Therapie absolvieren, um wieder Umgang mit dem Kind haben zu können. Diese war bei der Kindsmutter erfolgreich, sie sieht ihren Sohn, der jetzt bei seinem Vater wohnt, bis zu zweimal die Woche. Die Großmutter jedoch weigert sich, sich einer Therapie zu unterziehen. 

Diese sei nicht notwendig, sie habe nichts Verbotenes getan, sagte sie laut dem Kindsvater am Freitag vor dem Dresdener Familiengericht dem Richter.

Der 30-Jährige ist schockiert: "Die Bilder des Missbrauchs sind furchtbar, die kann ich schon kaum vergessen – wie soll das mein Sohn schaffen, wenn er sie sehen muss?“, zitiert das Blatt den Mann.

Der Richter folgte dem Rat des Jugendamtes und lehnte den Antrag der 51-Jährigen auf Umgang mit dem Fünfjährigen "aus Aspekten des Kindeswohles" ab.

tz/mm

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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