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Frauentag wird neuer Feiertag in Deutschland - harte Kritik aus Bayern

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Nun ist es beschlossene Sache: Millionen Deutsche dürfen sich über einen weiteren Feiertag freuen. 

Nun ist es beschlossene Sache: Berlin führt am Internationalen Frauentag einen neuen Feiertag für Millionen Deutsche ein. Aus der Bayernpartei hagelt es nun harte Kritik.

Update vom 25. Januar 2019, 12.06 Uhr: Kritik an dem neuen Feiertag in Berlin hagelt es aus Bayern, beziehungsweise von der Bayernpartei. Gerade mit Blick auf die finanziellen Hilfen Bayerns für ärmere Länder. Berlin sei zwar pleite, führe aber einen weiteren gesetzlichen Feiertag ein, teilte die Partei am Freitag in München mit.

„Die Bayernpartei hätte gerne einen Zustand, bei dem es den bayerischen Steuerzahlern einfach egal sein kann, ob Berlin, Sachsen oder Hessen einen weiteren Feiertag einführen, abschaffen oder was auch immer.“ Nun müsse aber Bayern die Berliner Entscheidung zu einem großen Teil schultern. „Daher gehört schon eine große Portion Chuzpe dazu, das Sozialprodukt ohne Not noch weiter herunterzufahren.“

Landeschef Florian Weber mit harten Worten Richtung Hauptstadt

Der Landeschef der nicht im Landtag vertretenen und politisch eher unbedeutenden Partei, Florian Weber, sagte, man hätte die Einführung des Feiertages an die Fertigstellung des Berliner Flughafens knüpfen können. „Dann wäre vielleicht der Anreiz da gewesen, schneller zu bauen. Andererseits - wenn man sich das Berliner Wirtschaftsleben so ansieht: Der Unterschied, ob gearbeitet wird oder nicht, ist wahrscheinlich nicht allzu groß.“

2018 ist der Ausgleich zwischen finanziell besser und schlechter gestellten Bundesländern auf einen Rekordwert von 11,45 Milliarden Euro gestiegen. Bayern stellte mit 6,67 Milliarden Euro mehr als die Hälfte. Größter Empfänger war Berlin mit 4,4 Milliarden Euro.

Stimmen Sie ab: Wie denken Sie über den Feiertag?

Update vom 24. Januar, 19 Uhr: In Berlin dürfen die Menschen einen weiteren gesetzlichen Feiertag in ihren Kalender eintragen, in Bayern jedoch nicht. Das bestätigte Arbeitsministerin Kerstin Schreyer (CSU) am Donnerstag gegenüber dem Radiosender Antenne Bayern. Frauen brauchten Unterstützung ihrer Eltern, im Alter eine vernünftige Rente und immer Schutz vor Gewalt, wie Schreyer im Interview sagte. Für einen Feiertag sehe sie jedoch keinen Bedarf. Ohnehin sei der Freistaat mit 14 gesetzlichen Feiertagen Spitzenreiter in Deutschland.  

Neuer Feiertag gesetzlich beschlossen - Unser Ursprungsartikel 

Berlin - Es ist beschlossene Sache: Millionen Deutsche dürfen sich über einen zusätzlichen Feiertag freuen. Der 8. März steht zukünftig ganz im Zeichen des Internationalen Frauentags und ist somit arbeitsfrei. Millionen Deutsche sind davon betroffen, allerdings nur in einem Bundesland: Berlin. Damit ist Berlin das erste Bundesland, das den Tag offiziell als Feiertag in Deutschland einführt. 

Video: Gilt nur für Berlin: Der Internationale Frauentag

Berlin freut sich über gesetzlichen Feiertag - Internationaler Frauentag

Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte am Donnerstag nach zweiter Lesung abschließend für den entsprechenden Gesetzentwurf der rot-rot-grünen Landesregierung. Von den anwesenden 147 Abgeordneten stimmten 87 für das Gesetz, 60 Abgeordnete stimmten dagegen. Eine Reihe anderer Landesparlamente hatte im vergangenen Jahr neue Feiertage eingeführt. Während die norddeutschen Bundesländer den Reformationstag zum Feiertag machten, erklärte Thüringen den Weltkindertag zum Feiertag.

Damit hinkt Berlin trotzdem noch hinter den anderen Bundesländern hinterher. Obwohl sich die Anzahl der Feiertage in Berlin auf insgesamt zehn erhöht, dürfen sich Einwohner in Bayern über insgesamt 13 gesetzliche Feiertage freuen. 

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Afp/dpa

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