Falsche Medikamente verabreicht 

Frau gibt sich als Ärztin aus, vier Patienten tot - neue Details

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Eine Frau gab sich in einer Klinik in Hessen als Ärztin aus (Symbolbild). 

Ohne Zulassung praktizierte eine Frau in einer Klinik in Hessen. Vier ihrer Patienten starben - acht weitere erlitten Gesundheitsschäden.

Update vom 4. November 2019: Eine falsche Ärztin aus Nordhessen, die mit vier Todesfälle in Verbindung gebracht wird, hat laut Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen sich selbst in Rollen gebracht. 

Die Frau habe Selbstanzeige wegen Anstellungsbetrugs gestellt, sagte Behördensprecher Götz Wied in Kassel. Ob die 48-Jährige einer Entdeckung und weiteren Anzeigen zuvor kommen wollte, blieb unklar. Zu den Motiven für die Anzeige äußere man sich nicht. Die Frau sitzt in Untersuchungshaft.

Fritzlar/Hessen: Falsche Ärztin arbeitet jahrelang in Klinik

Erstmeldung vom 2. November: Fritzlar - Als Ärztin ausgegeben hat sich eine 48-jährige Frau in einer Klinik in Nordhessen - ohne Zulassung und ohne entsprechende Ausbildung. Da vier Patienten, die die Frau behandelt hatte, ums Leben kamen, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft. Es wurde Haftbefehl gegen die falsche Ärztin erlassen. 

Die Frau soll ohne entsprechende Ausbildung Patienten betäubt haben. „Durch fehlerhafte Anästhesien soll sie in vier Fällen den Tod der Patienten verursacht haben. In acht weiteren Fällen sollen Gesundheitsschäden eingetreten sein“, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Kassel.

Fritzlar/Hessen: Frau gibt sich in Klinik jahrelang als Ärztin aus

Als Assistenzärztin war die Frau von 2015 bis 2018 in einer Klinik in Fritzlar in Nordhessen tätig. Sie hatte dafür jedoch weder die erforderlichen Fachkenntnisse noch eine Zulassung. Die Ermittler werfen der Frau vor, Fehler bei der Behandlung gemacht zu haben. Beispielsweise habe sie eine Atemnot des Patienten nicht rechtzeitig erkannt und die Verabreichung falscher Medikamente während Operationen zu verantworten.

Zunächst war gegen die 48-Jährige nur ermittelt worden, weil sie sich mit gefälschten Unterlagen in der Klinik beworben haben soll. Bei einer Durchsuchung im Januar stießen die Behörden allerdings auf weitere Beweise. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln nun unter anderem wegen des Verdachts des Totschlags, gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung, Betruges und des Missbrauchs von Titeln.

Falsche Ärztin sitzt nun in Untersuchungshaft - Suche nach weiteren Opfern läuft

Seit vergangenem Dienstag sitzt die falsche Ärztin nun in Untersuchungshaft. Dazu, wie die Frau aufflog, machen die Ermittler derzeit keine Angaben. Ob es noch weitere Opfer gibt, wird aktuell noch geprüft.  

Laut Berichten der Bild-Zeitung soll die Frau, die im Fach Biologie promovierte, in Hessen über mehrere Jahre als Heilpraktikerin und Osteopathin private Praxen in Hessen betrieben haben (Artikel hinter Bezahlschranke). Dabei soll sie sich stets als Ärztin vorgestellt haben, so das Blatt weiter. 

dpa

Ebenfalls in Hessen: In einer Kita in Frankfurt starb ein sechsjähriger Junge auf tragische Weise. Ein Stromschlag soll ihn getötet haben. Ein weiterer schrecklicher Vorfall ereignete sich aktuell außerdem in Nordrhein-Westfalen. Ein zweijähriges Mädchen wurde von einer Flasche getroffen, die aus einem Zug geworfen wurde. 

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