Fische vor Fukushima weiterhin verstrahlt

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Händler wiegen einen Thunfisch, der vor der Küste Fukushimas gefangen wurde

Tokio - Die meisten vor der Küste des Reaktors in Fukushima gefangenen Fischarten weisen auch anderthalb Jahre nach der Atomkatastrophe noch ähnlich hohe Strahlenwerte auf wie unmittelbar nach dem Unglück.

Nach Ansicht des US-Wissenschaftlers Ken Buessler ein Signal dafür, dass der Meeresboden oder das beschädigte Atomkraftwerk weiterhin das Wasser kontaminieren. Obwohl die große Mehrheit der vor der nordöstlichen Küste Japans gefangenen Fische unterhalb der kürzlich verschärften Grenzwerte für Cäsium 134 und Cäsium 137 blieben, zeigten Daten der Regierung, dass 40 Prozent der nahe am Meeresboden lebenden Fische wie Kabeljau, Flunder und Heilbutt über den Grenzwerten lägen, berichtet der Meereschemiker Buessler von der Woods Hole Oceanographic Institution in den USA, in einem am Donnerstag in dem Fachmagazin „Science“ erschienen Artikel.

Fukushima: Schock-Bilder aus der Todeszone

Der ap-Fotograf David Guttenfelder ist in die Todeszone rund um das AKW Fukushima gereist. Das Ergebnis sind bedrückende Bilder, die die Katastrophe ungeschönt abbilden. © ap
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Der ap-Fotograf David Guttenfelder ist in die Todeszone rund um das AKW Fukushima gereist. Das Ergebnis sind bedrückende Bilder, die die Katastrophe ungeschönt abbilden. © ap
Der ap-Fotograf David Guttenfelder ist in die Todeszone rund um das AKW Fukushima gereist. Das Ergebnis sind bedrückende Bilder, die die Katastrophe ungeschönt abbilden. © ap

Bei der Analyse der vom japanischen Landwirtschaftsministerium erhobenen Daten habe er herausgefunden, dass die Kontaminationshöchstwerte in fast allen Fischsorten seit der Katastrophe am 11. März 2011 nicht abgenommen hätten, schreibt der Forscher. „Die Strahlungswerte gehen nicht zurück“, sagte Buessler der Nachrichtenagentur AP. „Möglichkeit Nummer eins ist, dass der Meeresboden für die anhaltende Kontamination verantwortlich ist. Eine andere Quelle könnten die Reaktoren selbst sein.“

dapd

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