Prozess in Fulda

Schwere Brandstiftung - Angeklagter sagt: „Ich bin durchgedreht“

Mordprozess nach Brand in Morles: Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Egon Schütz.
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Der Angeklagte mit seinem Verteidiger Egon Schütz.

Es war wohl pures Glück, dass eine Mutter und ihre zwei Kinder vor fast zwei Jahren aus einem brennenden Wohnhaus in Morles im Kreis Fulda gerettet werden konnten. Seit Donnerstag muss sich ein heute 50 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Fulda verantworten.

Fulda - Der Mann ist wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung angeklagt.* Er soll am Abend des 20. Oktober 2018 in einem Wohnhaus Feuer gelegt zu haben – obwohl er gewusst habe, dass sich im ersten Obergeschoss des Gebäudes eine Frau mit ihren beiden damals drei und fünf Jahre alten Kindern befand.

Der Angeklagte sagte beim Prozessauftakt aus. Daran, dass noch die Frau und zwei Kinder im Haus waren, habe er nicht wirklich gedacht: „Ich war wie in einem Tunnel. Ich bin durchgedreht und habe keine Chance mehr gesehen, um weiter zu leben. Ich habe gedacht: Hoffentlich ist jetzt alles vorbei.“ Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann dennoch versuchten Mord und auch Heimtücke vor. Die Tat hatte in Fulda hohe Wellen geschlagen. *Fuldaer Zeitung.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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