„Um im Jenseits sprechen zu können“

Auf der Suche nach legendärem Kleopatra-Grab: Forscher machen unverhoffte Entdeckung

Archäologen haben an der ägyptischen Mittelmeerküste zwei solcher Mumien entdeckt.
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Archäologen haben an der ägyptischen Mittelmeerküste zwei solcher Mumien entdeckt.

Kleopatra: Gibt es das Grab der legendären Königin oder nicht? Forscher haben zumindest auf der Suche danach etwas Spektakuläres entdeckt.

Alexandria - Ausgrabungen, Funde, mysteriöse Entdeckungen - kaum ein anderes Land steht symbolisch für antikes Material wie Ägypten. Im nordafrikanischen Gebiet gibt es noch einiges zu entdecken. Und es ranken sich viele Mythen um Gräber, Pharaonen und Herrscher wie auch Königinnen, die vielleicht noch lange unentdeckt bleiben.

Alexandria/Ägypten: Auf der Suche nach Kleopatra glückt anderer Fund

Ein Team von Forschern aus der Dominikanischen Republik gräbt seit mehreren Jahren in der Nähe von Alexandria. Der Wunsch: Die Entdeckung des Grabs der berühmten Königin Kleopatra. Ob in Asterix-Comics oder in der Geschichtsstunde - ihr Vermächtnis ist für viele interessant. Ob das Grab wirklich existiert, gilt für viele Experten als äußerst fragwürdig.

Auch wenn die Forscher nicht das Grab fanden, haben sie 2000 Jahre alte Mumien mit vergoldeten Zungen gefunden, vermeldet die AFP. Wie das ägyptische Ministerium für Altertümer am Mittwoch mitteilte, entdeckten die Forscher im Tempel von Taposiris Magna 16 in Stein geschlagene Gräber. Darin hätten sich schlecht erhaltene Mumien mit „in Blattgold eingewickelten Amuletten in Form einer Zunge“ befunden. Die Amulette seien den Verstorbenen bei der Einbalsamierung in den Mund gesteckt worden, „um sicherzustellen, dass sie im Jenseits sprechen können“, teilte das Ministerium mit, so die Agentur.

Alexandria/Ägypten: Kleopatra nicht - dafür aber zwei besondere Mumien

Den Forschern konnten die Mumien trotz goldener Zungen aber nicht mitteilen, wo und ob Kleopatra in der Nähe der Ausgrabungsstätte liegt. Doch zwei Mumien hatten es den Forschern besonders angetan. Mehrere Utensilien haben enorme Bedeutung. Wie die AFP schreibt, handelte es um ein mit goldenen Bildnissen des Totengottes Osiris versehenes Leinentuch. Die andere Mumie trug eine Krone, verziert mit einer Kobra sowie eine Kette in der Form eines Falkenkopfes. Angeblich soll so der Sohn von Isis und Osiris, nämlich Horus, dargestellt werden.

Des Weiteren teilten die Behörden mit, dass die Archäologen eine weibliche Totenmaske, ein goldenes Diadem und acht Marmormasken fanden.

Jüngst wurden ebenso Ausgrabungen getätigt, durch die biblische Funde publik wurden. Die Forscher waren von einem Stoff ziemlich angetan. (ank mit AFP)

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