Aufregung in den USA

Mysteriöser Vermisstenfall Gabby Petito: FBI durchsucht Elternhaus des abgetauchten Freundes

Polizei und FBI durchsuchen Elternhaus des Freundes von Gabby Petito.
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Am Montag durchsuchten Einsatzkräfte von Polizei und FBI das Elternhaus des abgetauchten Freundes von Gabby Petito.

In den USA erregt der Vermisstenfall Gabby Petito weiterhin großes Aufsehen. Am Montag wurde das Elternhaus des abgetauchten Freundes der jungen Frau durchsucht.

North Port/Moose - Der Fall der jungen vermissten Frau Gabby Petito in den USA gibt weiterhin viele Rätsel auf. Nach der weitgehenden Gewissheit, dass die 22-Jährige tot ist, nehmen die US-Behörden nun verstärkt ihren verschwundenen Freund ins Visier. Für Dienstag steht die Autopsie einer Leiche an, die Ermittler am Wochenende in einem Nationalpark im Bundesstaat Wyoming gefunden hatten. Sie gehen davon aus, dass es sich mit großer Wahrscheinlichkeit um Gabby Petito handelt.

Gabby Petito: FBI und Polizei durchsuchen Elternhaus des abgetauchten Freundes

Am Montag (20. September) durchsuchten die Polizei und das FBI das Haus der Eltern des verschwundenen Freundes in Florida. Dort hatte das Paar zeitweise auch gelebt. Der 23 Jahre alte Freund von Gabby Petito war Anfang September alleine vom Roadtrip des Paares durch die USA zurückgekehrt und ist seit vergangener Woche nicht auffindbar. Der Anwalt seiner Familie will sich an diesem Dienstag äußern, hieß es.

In den USA schlägt der Fall große Wellen. Auch international findet der Vermisstenfall große Beachtung – nicht zuletzt, weil das Paar aus Florida zahlreiche Bilder und Videos von seiner Reise in den sozialen Netzwerken teilte. Im Sommer waren die beiden zu einer Reise durch die USA aufgebrochen. Am 1. September kehrte schließlich der Freund laut Polizei alleine nach Hause nach Florida zurück. Zehn Tage später meldeten Petitos Eltern ihre Tochter als vermisst.

Gabby Petito: Freund kehrte ohne die junge Frau von Roadtrip zurück

Der Freund der jungen Frau hatte es nach bisherigen Angaben abgelehnt, mit der Polizei zu sprechen. Seine Familie teilte am Freitag (17. September) mit, er sei bereits am Dienstag vergangener Woche zu einem Ausflug in ein Naturschutzgebiet in Florida aufgebrochen. Am Sonntag suchte die Polizei dort unter anderem mit Drohnen und Hunden nach ihm. Am Montag wurde diese Suchaktion nicht fortgesetzt. Stattdessen rückte ein großes Aufgebot von Polizei und FBI am Haus der Eltern von Petitos Freund an. Wie auf Live-Fernsehbildern zu sehen war, blieben die Einsatzkräfte stundenlang dort.

Während Gabby Petito in sozialen Medien Bilder glücklicher Momente vor der malerischen Kulisse amerikanischer Nationalparks teilte, gibt es nun verstärkte Aufmerksamkeit für einen Zwischenfall, bei dem die Polizei das Paar wegen des Verdachts körperlicher Gewalt aufhielt.

Gabrielle „Gabby“ Petito spricht kurz vor ihrem Verschwinden mit einem Polizisten.

Es gibt Aufnahmen von der am Körper getragenen Kamera des Polizisten von diesem Einsatz. Die weinende Petito sagte im Video, dass sie unter einer Zwangsstörung leide und es zu einer Auseinandersetzung gekommen sei. Dabei habe sie ihren Freund geohrfeigt. In dem Anruf, der den Einsatz auslöste, sagte jedoch ein Augenzeuge, er habe gesehen, wie der Mann Petito geschlagen habe. Das wurde nun am Montag (20. September) bekannt. Unter anderem der Sender Fox News spielte die Aufzeichnung des Telefonats vor. (ph/dpa)

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