Moderatorin aus Venezuela ist die Schönste

Sie ist die neue "Miss Universe"

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Gabriela Isler ist die "Miss Universe 2013"

Moskau - Die 25-jährige Gabriela Isler aus Venezuela ist neue Miss Universe: Die Miss Venezuela aus dem Vorjahr setzte sich am Samstagabend in Moskau gegen 85 Konkurrentinnen aus aller Welt durch.

Sie wurde von der Miss Universe des Vorjahres, Olivia Culpo aus den USA, gekrönt. Neben dem Miss-Universe-Wettbewerb, der vom US-Immobilien-Magnaten Donald Trump organisiert wird, gibt es noch den Miss-World-Wettbewerb mit britischem Ursprung.

Insgesamt konkurrierten in Moskau 86 Frauen um den Titel. Sie alle posierten zunächst in Cocktailkleidern, bevor sie in Bikinis wechselten. Die nach Meinung der Jury attraktivsten 16 Bewerberinnen kamen eine Runde weiter, im Finale konkurrierten dann zehn Frauen um den Titel. Dass Miss Russland dabei nicht über die erste Runde hinaus kam, wurde vom Publikum mit Pfiffen quittiert. In der Jury saß unter anderem Aerosmith-Sänger Steven Tyler. Die deutsche Teilnehmerin Anne Julia Hagen hatte das Finale der 16 schönsten Frauen verpasst.

Es war das erste Mal in der 61-jährigen Geschichte des Schönheitswettbewerbs, dass er in Russland stattfand. Die seit langem von Frauenrechtlern kritisierte Veranstaltung rief in diesem Jahr auch die Verteidiger der Rechte von Homosexuellen auf den Plan. Der ursprünglich vorgesehene Co-Moderator Andy Cohen, ein bekennender Schwuler, sagte seine Teilnahme ab, als Russland als Gastgeberland bekanntgegeben wurde. Moskau hatte zuvor ein umstrittenes Gesetz gegen sogenannte Homosexuellen-Propaganda erlassen.

Anstelle von Cohen trat der TV-Moderator Thomas Roberts aus den USA bei dem Wettbewerb in Moskau als Co-Moderator auf. Roberts, der ebenfalls ein bekennender Schwuler ist, äußerte sich auf dem roten Teppich klar zum Thema der sexuellen Orientierung, nicht jedoch auf der Bühne der Miss-Universe-Show, die vermutlich von mehr als einer Milliarde Menschen im Fernsehen verfolgt wurde. "Diskriminierende Gesetze sollen die Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen an den Rand drängen", sagte Roberts der Nachrichtenagentur AFP. "Ich stehe auf der Seite dieser Leute."

Die Schönsten der Schönen: Bilder von der Wahl zur "Miss

Die Schönsten der Schönen: Bilder von der Wahl zur "Miss Universe 2013"

Einen politischen Akzent erhielt die Miss-Universe-Wahl auch durch den Veranstalter Trump, der sich über den Kurznachrichtendienst Twitter zum Fall des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden äußerte - der inzwischen in Russland politisches Asyl genießt. "Nachricht an Edward Snowden, Sie haben Hausverbot bei Miss Universe", twitterte Trump. "Sonst nehme ich Sie nach Hause mit, wo Sie sich vor der Justiz verantworten müssen." Die US-Behörden fahnden nach Snowden, der eine Vielzahl von US-Geheimdienstaktivitäten enthüllt hat und sich deswegen in den USA vor Gericht rechtfertigen soll.

Die Siegerin des Miss-Universe-Wettbewerbs heißt mit vollem Namen Maria Gabriela de Jesus Isler Morales und arbeitet für den TV-Sender Venevision. Kurz nach der Mitteilung über ihren Sieg sagte Isler, sie stehe "unter Schock". Obwohl sie selbst in diesem Moment ins Zittern geraten sei, glaube sie, "dass wir alle Ängste überwinden müssen - und dass uns das stärker macht".

Die Teilnehmerinnen des Wettbwerbs Miss Universe müssen zwischen 18 und 26 Jahren alt sein. Sie dürfen nicht schwanger und nicht verheiratet sein, keine Kinder haben und noch nie nackt posiert haben.

afp

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