Bestechung in Brasilien

Blutige Gefängnis-Revolte: Knastleiter soll Waffen erlaubt haben

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Polizisten stehen vor dem Gefängnis in Boa Vista Wache.

Manaus - Nach dem Massaker in der brasilianischen Haftanstalt, in der zu Monatsbeginn 56 Insassen getötet wurden, hat man Feuerwaffen und zahlreiche Messer gefunden. Das belastet den Knastleiter schwer.

Er stehe unter dem Verdacht, das Einschleusen von Waffen in das Gefängnis erlaubt zu haben, sagte der Sicherheitssekretär des Bundesstaates Amazonas, Sérgio Fontes. Zwei Häftlinge hätten mehrere Wochen vor der Revolte in Manaus in Briefen den Waffenschmuggel angezeigt. Die Anstaltsbehörden hätten Bestechungsgelder angenommen, um die Aushändigung von Waffen, Drogen und Handys an die Insassen zu erlauben, hieß es weiter. Die beiden Schreiber der Briefe wurden während der Revolte getötet.

In Manaus waren am 1. und 2. Januar insgesamt 60 Häftlinge bei zeitgleichen Revolten in vier Gefängnissen ums Leben gekommen. In den folgenden Tagen wurden in Haftanstalten in anderen Städten mindestens weitere 40 Insassen getötet. 

Die Bundesregierung Brasiliens entsandte am Dienstag 200 Sicherheitskräfte zur Verstärkung der Bewachung der Haftanstalten in Amazonas und Roraima - den Bundesstaaten, in denen die Mehrzahl der Todesfälle verzeichnet wurde.

dpa

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