Gekaufte Doktor-Titel: "Spitze des Eisbergs"

Köln - Das bundesweit größte Ermittlungsverfahren zum illegalen Handel mit Doktortiteln könnte viele weitere Korruptionsfälle ans Licht bringen.

Die bisher 100 Verdächtigen seien nur “die Spitze des Eisbergs“, sagte der langjährige Experte zum Titel-Handel, der Münchner Betriebswirtschaftler Prof. Manuel René Theisen, am Dienstag der dpa in Köln. In dem Skandal ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft gegen deutschlandweit rund 100 Professoren und ein Institut wegen Korruptionsverdachts. Die Professoren sollen gegen Schmiergeld vom “Institut für Wissenschaftsberatung“ ungeeignete Kandidaten als Doktoranden angenommen haben.

Das Institut in Bergisch Gladbach bei Köln soll bis zu 20 000 Euro pro Kandidat für die Vermittlung eines “Doktorvaters“ erhalten haben. Dieses inzwischen aufgelöste Institut sei Marktführer unter den dubiosen Promotionsvermittlern gewesen und habe ein Dutzend Konkurrenten auf den Plan gerufen, sagte Theisen. “Hoffentlich sind die Staatsanwaltschaften nun endlich motiviert, auch den anderen auf die Finger zu schauen, das haben sie nämlich bei den gekauften Titeln bisher nicht getan.“

dpa

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