Zehn Babys haben sie schon

105 Kinder: 23-Jährige will die XXXL-Familie - mit einer Armee aus Leihmüttern und einem kriminellen Ehemann

Die 23-jährige Christina Ozturk sitzt mit neun ihrer elf Kinder auf einem Bett.
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Bei einer 23-jährigen Christina Ozturk scheint der Kinderwunsch besonders ausgeprägt zu sein. Bereits in ihren jungen Jahren ist sie Mutter von elf Kindern.

Eine 23-jährige Russin ist bereits elffache Mutter. Und sie will noch dutzende weitere. Mit Leihmüttern.

Batumi/Georgien - 1,57 Kinder bekommen die Frauen in Deutschland im Schnitt. In Russland liegt diese Rate bei 1,76, in Georgien bei 2,06 und in der Türkei bei 2,08. Ein türkisch-georgisch-russisches Ehepaar hat bereits elf Kinder. Und sie wollen noch mehr. Leihmütter machen es möglich. Doch ob der Vater auch der Richtige ist?

Aber der Reihe nach: Es war Liebe auf den ersten Blick, sagt die 23-jährige Mutter Christina, wie der Irish Mirror berichtet. Ursprünglich stammt sie aus Moskau. Nach Batumi, das gern auch als „Las Vegas des Schwarzen Meeres“ bezeichnet wird, kam sie mit ihrer heute sechsjährigen Tochter für eine kurze Auszeit und lernte den millionenschweren Hotelbesitzer Galip Öztürk, heute 56, kennen. Er sei „ein Mentor, ein Führer und ein Märchenprinz in einem“, sagt sie.

Liebe auf dem ersten Blick: Frisches Ehepaar will dutzende Kinder

Auch für Galip Öztürk war es offenbar Liebe auf den ersten Blick: „Sie hat immer ein Lächeln auf den Lippen und ist gleichzeitig schüchtern und mysteriös. Sie war die Ehefrau, die ich immer wollte, ein ungeschliffener Diamant mit einem reinen Herz.“

Nach dem Kennenlernen ging alles sehr schnell. Christina zog mit ihrer Tochter Vika nach Batumi zu Galip Öztürk. Offenbar mit dem Traum, eine Großfamilie zu gründen. Und ihr heutiger Ehemann war nicht abgeneigt, obwohl er doppelt so alt ist und bereits acht Kinder aus einer früheren Ehe in der Türkei hat, wie es weiter heißt..

„Märchenprinz“ oder Großkrimineller? Galip Öztürk floh aus der Türkei nach Georgien

Apropos Türkei: Dort ist Galip Öztürk geboren. In Samsun, eine Stadt, die ebenfalls am Schwarzen Meer liegt, unweit von Rize, der Heimat von Präsident Erdogan und rund sechs Autostunden von Batumi entfernt. Der Unternehmer gründete 1992 die Firma Metro Turizm, mittlerweile eins der größten Fernbusunternehmen des Landes. Zwischen 2003 und 2013 musste er sich dutzende male vor der türkischen Justiz verantworten. Gründung einer illegalen Organisation, Börsenmanipulation, Nötigung, Erpressung - immer wieder landete der Türke kurzzeitig im Gefängnis. 2013 wurde er wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslanger Haft verurteilt, woraufhin er nach Georgien flüchtete. Türkischen Medienberichten zufolge hat er mittlerweile eine georgische Staatsbürgerschaft.

Legale Leihmutterschaft in Georgien: 8.000 Euro pro Schwangerschaft

In Batumi heiratete er die heute 23-jährige Christina. Schnell war klar: die beiden wollen so viele Kinder, wie möglich. Schnell war aber auch klar: Wenn mehr Frauen im Spiel sind, spart man sich eine Menge Zeit. Leihmütter sind in Georgien nämlich seit 1997 legal - solange das auftraggebende Paar heteresexuell und verheiratet ist. Das kostet das Ehepaar pro Kind rund 8.000 Euro mit allem drum und dran. Auf diese Art und Weise wurden Christina und Galip Öztürk gemeinsam zehnfache Eltern - eins der Kinder brachte Christina Öztürk selbst zur Welt. Und die anderen neun sind biologisch gesehen auch ihre Kinder. Dafür wird die Leihmutter künstlich befruchtet und gibt das Neugeborene nach der Geburt an die rechtmäßigen Eltern ab.

Damit die tragenden Leihmütter keine Ansprüche stellen, müssen im Vorfeld viele Dokumente und Verträge unterschrieben werden. Nur eine der bisher neun Leihmütter hätte Probleme gehabt, das Baby herzugeben, sagen sie.

105 Kinder waren nur ein Spaß - aber die Öztürks wollen mehr als elf

Als Ziel haben die beiden in den sozialen Netzen 105 Kinder angegeben, gestehen jedoch, dass das eine willkürlich gewählte Zahl war. Wie viele Kinder es zum Schluss sein sollen, wissen sie nicht. Aber ans aufhören denken sie aktuell nicht, verraten sie. Um die aktuell elf Kinder kümmere sich Christina Öztürk selbst, versichert sie. Das soll auch künftig so bleiben.

Um Kinder geht es auch in Bayern. CSU-Chef Markus Söder betonte, es brauche mehr Unterstützung für alle Kinder und Jugendliche, „die mit der Corona-Pandemie nicht so gut zurechtkommen“ und kündigte einen „Kinder-Gipfel“ an. (ma)

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