Prozess um verschwundene Schülerin

Georgine Krüger: Mutter sitzt dem mutmaßlichen Mörder erstmals gegenüber

+
Vermisstenfall Georgine Krüger: Seit September 2006 ist die damals 14-Jährige aus Berlin Moabit verschwunden. 

Georgine Krüger aus Berlin ist seit knapp 13 Jahren spurlos verschwunden. Die Leiche der damals 14-Jährigen wurde nicht gefunden. Nun steht der mutmaßliche Mörder vor Gericht. 

  • Georgine K. aus Berlin ist seit knapp 13 Jahren vermisst
  • Die damals 14-jährige Schülerin war am 25. September 2006 an einer Bushaltestelle in Berlin-Moabit gesehen worden und dann spurlos verschwunden
  • Die Polizei Berlin hat im Dezember 2018 einen Tatverdächtigen festgenommen 
  • Der Prozess gegen mutmaßlichen Mörder (44) finden vor dem Landgericht in Berlin statt

Prozess um Georgine Krüger: Mutter sieht mutmaßlichen Mörder vor Gericht 

Update vom 8. August 2019: Es ist der dritte Verhandlungstag vor dem Landgericht Berlin. Die Schülerin Georgine Krüger ist seit 13 Jahren vermisst. Nun steht der mutmaßliche Mörder vor Gericht. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, saßen Mutter und mutmaßliche Mörder erstmals im Gerichtsaal gegenüber. Die Frau erschien demnach mit zwei ihrer weiteren Kinder. 

Der 35-jährige Sohn habe als Zeuge ausgesagt: Er habe immer gehofft, dass Georgine „irgendwann wieder auftaucht“. Ihr spurloses Verschwinden habe ihn sehr mitgenommen. Die Befragung der Mutter ist für Freitag geplant.

Lesen Sie alle Informationen zum Prozess in unserem aktuellen Nachrichten-Ticker. 

Vermisstenfall Georgine Krüger: Mutter zweifelt an Beweiskette

Update vom 31. Juli 2019: Georgine Krüger verschwand im September 2006. Die damals 14-jährige Schülerin aus Berlin Moabit wäre heute 27 Jahre alt. Doch Georgine Krüger ist tot. Sie soll in einem Keller vergewaltigt und ermordet worden sein. Davon sind die Ermittler überzeugt. Der mutmaßliche Mörder Ali K. (44) sitzt seit Dezember 2018 in Untersuchungshaft. Er soll zuvor verdeckten Ermittlern alle Details zur Tat verraten haben. Nun startet der Prozess vor dem Landgericht Berlin, 21 Verhandlungstage sind angesetzt.

Die Mutter des Mädchens tritt in dem Prozess als Nebenklägerin auf. Sie überzeugt die Beweiskette gegen Ali K. nicht, berichtet der Tagesspiegel zum Prozessauftakt. Objektive Beweise für den Mord an ihrer Tochter lägen bislang nicht vor. Es gebe keine Spuren zu dem Mädchen. Über ihren Anwalt Roland Weber ließ Georgines Mutter der Deutschen Presse-Agentur mitteilen, sie hoffe auf Klarheit. Sie erwarte die Aussagen der verdeckten Ermittler mit Spannung.

Der Vermisstenfall Georgine Krüger wurde als „Cold Case“ behandelt. 2016 stoßen Ermittler aufgrund eines ähnlichen Falls auf Zusammenhänge und gleichen die Zeugenliste ab. Ali K. gerät als Tatverdächtiger ins Visier der Polizei.

Vermisstenfall Georgine Krüger: Mutmaßlicher Mörder angeklagt 

Update vom 28. Mai 2019: Im Fall der vor zwölf Jahren verschwundenen Georgine Krüger wird nun Anklage wegen Mordes erhoben. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Berlin selbst in einem Statement erklärt, wird gegen den 44-jährigen Ali K. Anklage wegen Mordes und Vergewaltigung erhoben. In der Pressemitteilung erklärt die Behörde ebenfalls, was dem 44-Jährigen explizit vorgeworfen wird. Demnach soll der dringend Tatverdächtige die damals 14-Jährige auf ihrem Heimweg von der Schule abgepasst und in einen Keller in seinem Wohnhaus in Berlin-Moabit gelockt haben. 

Dann soll Ali K. sie mit einem Metallgegenstand bewusstlos geschlagen und anschließend vergewaltigt haben. Um nicht entdeckt zu werden, erwürgte der 44-Jährige offenbar sein Opfer und schaffte es an einen noch immer unbekannten Ort. „Trotz intensiver Suchmaßnahmen konnte der Leichnam Georgines bis heute nicht gefunden werden“, erklärt die Staatsanwaltschaft. Trotzdem wird nun Anklage wegen Mordes erhoben. Der Beschuldigte wurde bereits 2013 wegen sexuellen Missbrauchs, ebenfalls in seinem Keller, verurteilt. 

Seit dem 4. Dezember befindet er sich in Untersuchungshaft. Mithilfe eines Ermittlers, welcher sich ins private Umfeld des dringend Tatverdächtigen auf eigene Faust einbrachte, konnte ein Zusammenhang mit der verschwundenen Georgine entdeckt werden. 

Die Polizei Mannheim sucht nun nach der 15-jährigen Ha Anh N. aus Vietnam. Das Mädchen besuchte eine Sprachschule in Heidelberg, nun wird sie vermisst.

Vermissten-Fall Georgine K.: Beschuldigter bereits vor 12 Jahren vernommen

Update vom 5. Dezember, 06.48 Uhr: Wie die Bild nun berichtet, wurde der mutmaßliche Mörder von Georgine K. bereits vor zwölf Jahren, direkt nach dem Verschwinden der damals 14-Jährigen befragt. Demnach sei der damals 31-Jährige als Nachbar des Mädchens als Zeuge befragt, leugnete jedoch, Georgine K. überhaupt zu kennen. Der Deutschtürke durfte damals wieder gehen. Ganze zwölf Jahre später gilt der heute 43-Jährige als Verdächtigter, Georgine K. auf ihrem Heimweg von der Schule abgefangen und aus sexuellen Motiven getötet zu haben. 

Grund für die Festnahme nach so langer Zeit scheinen, so berichtet die Bild, die Nachforschungen eines verdeckten Ermittlers zu sein. Der nun Beschuldigte wurde 2012 bereits schon einmal wegen sexueller Nötigung zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Im letzten Jahr fällt der seit Jahren ermittelnden Mordkommission dann die Verurteilung in der Nachbarschaft auf, die Polizisten fangen an zu ermitteln. Staatsanwaltssprecher Martin Steltner erklärt: „Ein Strauß von Verdachtsmomenten kam zusammen, deshalb wurde ein verdeckter Ermittler eingesetzt.“ Demnach wurde laut Bild unter anderem das Telefon des Beschuldigten überwacht. 

Der Familienvater von drei Kindern wurde seitdem von einem verdeckten Ermittler ins Visier genommen. Wie Bild herausgefunden haben will, habe sich zwischen dem Ermittler und dem Beschuldigten schon bald eine Freundschaft entwickelt, sie tranken Raki zusammen oder gingen gemeinsam ins Cafe. Dann macht Ali K. den entscheidenden Fehler: gegenüber seinem neuen Freund macht der Beschuldigte Angaben zum Tatgeschehen. Kurze Zeit später wurde Haftbefehl wegen Mordes erlassen. 

Seit zwölf Jahren vermisst: Polizei nimmt Verdächtigen im Fall Georgine K. fest

Die Nachrichten vom 4. Dezember 2018: Im Fall der vermissten Georgine K. aus Berlin Moabit gibt es nach zwölf Jahren eine neue Entwicklung. 

Die Polizei hat einen 43 Jahre alten Mann festgenommen, der Georgine im September 2006 auf ihrem Heimweg von der Schule abgefangen und aus sexuellen Motiven getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft Berlin teilte die Festnahme im Mordfall Georgine K. via Twitter mit.

Die Staatsanwaltschaft geht demnach davon aus, dass der Verdächtige die damals 14-jährige Schülerin in seinen Keller in Berlin Moabit gelockt und sie dort getötet hat. 

Die Leiche des Mädchens sei bislang noch nicht gefunden worden, so die Staatsanwaltschaft.

Der Verdächtige sei bereits 2012 wegen sexueller Nötigung einer Jugendlichen verurteilt worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Damals habe der Mann ein anderes Mädchen aus sexuellen Motiven in den Keller seiner Wohnung gelockt. 

Video: Polizei fasst mutmaßlichen Mörder von Georgine Krüger

Suche nach seit zwölf Jahren vermisstem Mädchen: Warum reagierten die Hunde so seltsam?

Die News vom 20. April 2018:

Georgine verschwand 2006 spurlos. Nun hat die Polizei einen verdächtigen Mann festgenommen.

Berlin - Es war der 25. September 2006, als die damals 14-Jährige Georgine auf dem Weg nach Hause war, an einer Bushaltestelle ausstieg und spurlos verschwand. Die Wohnung, in der sie mit den Eltern und einer kleinen Schwester wohnte und die nur 200 Meter von der Bushaltestelle entfernt war, erreichte die Schülerin nie.

Monatelang untersuchten die Ermittler alle Wälder in der Nähe von Brieselang und prüften alle Kontakte und SMS von Georgine. Leider umsonst. Der Fall musste zu den Akten gelegt werden.

Die Polizei suchte in einem Wald mit Leichenspürhunden nach Spuren der vermissten Georgine Krüger.

Eine neue Hoffnung: Polizei sucht nach Leiche von Georgine K.

Doch letzte Woche gab es einen Hoffnungsschimmer für die Familie der Schülerin: Die Polizei bekam von einem anonymen Anrufer eine neue heiße Spur, die Nummer 225 rund um diesen Fall, wie Bild berichtet. 

Ein Mann meldete sich über den Notruf 110 mit einem Hinweis und nannte ein bestimmtes Waldstück in der Nähe der Bushaltestelle, in dem sich die Leiche von Georgine befinden könnte. Der Anruf wurde aufgezeichnet und analysiert. „Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die Angaben glaubwürdig sind“, erklärte Polizeisprecher Thomas Neuendorf der Bild.

„Solange sie nicht gefunden wurde, gebe ich die Hoffnung nicht auf“

Mit Spürhunden durchkämmten die Ermittler das Gebiet, das vom anonymen Anrufer genannt wurde. Auch die Mutter von Georgine, Vesna Krüger, wurde über den neuen Hinweis informiert. Sie hat nie die Hoffnung aufgegeben, dass ihre Tochter noch am Leben sein könnte. „Solange sie nicht gefunden wurde, gebe ich die Hoffnung, dass Gina noch lebt, nicht auf“, sagte sie der Bild.

Am Donnerstagabend musste die Suche dann erneut eingestellt werden, nichts wurde gefunden. „An einigen Stellen zeigte einer der Hunde veränderte Verhaltensweisen“, sagte Neuendorf. „Diese Stellen werden nochmals konkret geprüft. Wir werden nicht aufgeben, bis wir Georgines Schicksal geklärt haben.“

Lesen Sie auchGroß-Razzia gegen italienische Mafia: Durchsuchungen in NRW und im Großraum München.

Hoffnung liegt auf dem anonymen Hinweisgeber

Das Rätsel um das verschwundene Mädchen bleibt ungelöst. Die Ermittler hoffen, dass sich der anonyme Anrufer nochmal meldet. Sollten sich neue Erkenntnisse ergeben, werden sie die Suche natürlich wieder aufnehmen.

Vesna Krüger zeigt sich gegenüber den Ermittlern und der Polizei dankbar: „Ich bin froh, dass sie noch immer jeder Spur nachgehen“, sagte sie. Und malt sich aus, dass ihre Tochter als Schauspielerin in Indien oder Amerika noch lebt. Das war nämlich ihr größter Kindheitstraum.

Die 28-jährige Petra Katalin Z. wird derzeit in Hessen vermisst. Ihre Spur verliert sich an einer Tankstelle. Darüber berichtet op-online.de*

Lesen Sie auch: Nachfolger für vermisstem Tengelmann-Chef steht fest.

fm/ml

*op-online.de ist Teil der Ippen-Digital-Zentralredaktion

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Russland: Kinder spielen draußen - plötzlich regnet es Körperteile vom Himmel
Russland: Kinder spielen draußen - plötzlich regnet es Körperteile vom Himmel
Riesige Explosion nahe Flughafen Linz - ganze Ausmaß jetzt bekannt
Riesige Explosion nahe Flughafen Linz - ganze Ausmaß jetzt bekannt
Feuerwehr erschießt Zirkus-Zebra - Dompteur völlig am Boden zerstört
Feuerwehr erschießt Zirkus-Zebra - Dompteur völlig am Boden zerstört
Oma macht aus totem Mann leckere Wurst - aber das Schlimmste kommt noch
Oma macht aus totem Mann leckere Wurst - aber das Schlimmste kommt noch

Kommentare