Weltkriegs-Fund entdeckt

Görlitz: „Kistenweise“ Munitionsfund sorgt für „Sprengstoff-Tourismus“ bei Amateur-Fußballmannschaft

Ein Streifenwagen der Polizei steht vor einem Band mit der Aufschrift „Polizeiabsperrung“ (Symbold).
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Bauarbeiter finden während Bauarbeiten Weltkriegs-Waffen. (Symbolbild)

Auf dem Sportplatz eines Fußballclubs in Görlitz wurde während der Bauarbeiten einer neuen Flutlichtanlage eine Weltkriegs-Entdeckung gemacht.

  • Eine Baggerschaufel stößt während der Bauarbeiten auf Weltkriegs-Waffen
  • Bauarbeiter verließen sofort den Sportplatz und riefen die Polizei
  • Spezialisten finden allein rund 10.000 Schuss Munition

Görlitz - Für die neue Flutlichtanlage am Sportplatz des Fußballclubs SG Rotation Oberseifersdorf, muss für das Ziehen der Elektrokabel ein großer Graben gezogen werden. Doch der Einsatz endete für Thomas Lange, Vorsitzende der SG Rotation Oberseifersdorf, und seinen Helfer jedoch früher. Die Baggerschaufel holt mehrere Patronen beim Umgraben des Bodens aus der Erde.

Görlitz: Weltkriegs-Waffen auf Sportplatz - eine Entdeckung mit drastischen Folgen

„Ich hatte richtig Angst“, so Thomas Lange laut Wochenkurier, der über den Fund berichtet. Der Sportplatz wurde von den Mitarbeitern sofort verlassen - ein Anruf bei der Polizei folgte direkt. Noch am selben Tag wurde der Platz gesperrt und der Kampfmittelbeseitigungsdienst gerufen. Rund 10.000 Schuss Munition, Panzerfäuste, Handgranaten, Karabiner und Teile eines Maschinengewehrs wurden kistenweise unter der Erde gefunden.

Zwischenfall bei Bauarbeiten in Görtlitz: Waffen-Fund aus dem Jahr 1945?

Aus Erzählungen seines Großvaters weiß Bernd Neumann, dass sich am Ortsrand im Jahre 1945 Verteidigungsstellungen befanden. Rund um den Sportplattz befinden sich wohl Schutzgräben, sein Großvater gehörte vor 75 Jahren zum Volkssturm. Bedeutet, dass er neben der Hitlerjugend als letztes Aufgebot die Rote Armee aufhalten sollte. Zu dieser Zeit schmissen die Männer ihre Waffen in die Gräben - holten sie aber nie wieder raus.

Wütend über den „Sprengstoff-Tourismus“ rund um den Sportplatz in Görlitz

Für die Bürger in Görlitz ein ebenfalls aufregendes Ereignis in den letzten Tagen. Verständlich - Verständnis für die Anzahl der Spaziergänger rund um den Sportplatz hat Thomas Lange aber trotzdem nicht. „Wenn man sieht, was sie alles rausgeholt haben, war meine Angst berechtigt“, so der Vorsitzende. Schon Anfang des Jahres gab es einen weiteren Weltkriegs-Fund in der alten Bayernkaserne in München. Mehrere Flugabwehrkanonen und Munition aus dem zweiten Weltkrieg wurde in Freimann gefunden.

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