Golf von Mexiko: "Tote Zone" groß wie nie zuvor

New Orleans - Wissenschaftler erwarten für dieses Jahr eine Rekordausdehnung der biologisch toten Zone im Golf von Mexiko. Schuld soll das Hochwasser des Mississippis vom Frühjahr sein.

Die Experten schätzen, dass sie sich auf rund 24.500 Quadratkilometer erstrecken wird, etwa die 45-fache Fläche des Bodensees. Ihre tatsächliche Größe wird im Sommer ermittelt. Das bislang größte Ausmaß trat im Jahr 2002 auf. Damals war der Sauerstoff auf einer Fläche von fast 22.000 Quadratkilometern so gering, dass Meerestiere dort nicht leben konnten.

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Als Grund für die aktuelle Lage nennen Experten das Hochwasser des Mississippis vom Frühjahr. Mit ihm gelangten mehr Agrar- und Stadtabwässer in den Golf. Der darin enthaltene Dünger lässt Algen blühen, die dem Wasser den Sauerstoff entziehen. Das Ausmaß der toten Zone werde auch die Erholung des Golfs von der Ölkatastrophe des vergangenen Jahres beeinträchtigen, erklärten Wissenschaftler.

dapd

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