Angebot mit Makel

Google Maps Street View beschert spektakuläre 360-Grad-Ansichten - mit einem Haken

Die Street-View-Ansicht von Google Maps kann durchaus nützlich sein - wenn man weiß, wie man sie aufruft. Einen entscheidenden Haken hat die Funktion allerdings.

  • Google Maps Street View lässt den Nutzer einen Straßenzug in einer 360-Grad-Ansicht erkunden.
  • Das Angebot ist praktisch, um sich einen groben Eindruck eines Ortes zu verschaffen.
  • Leider hat Street View einen entscheidenden Haken.

München - Was gab das nur für einen Aufschrei: Als Google 2008 erstmals mit Kamerafahrzeugen durch Deutschland fuhr, um für Street View Aufnahmen zu machen, regten sich vielerorts Proteste. Die Sorge um die Privatsphäre war groß. Am Ende musste Google auf Wunsch von Anwohnern deren Häuser pixeln. Inzwischen hat sich die Aufregung um das Angebot der 360-Grad-Ansichten weitgehend gelegt. 

Kaum jemand dreht sich heute noch irgendwo auf der Welt nach fotografierenden Google -Autos um, die weiter unterwegs sind - mit immer hochauflösenderen Kameras. Natürlich gibt es dabei immer wieder den ein oder anderen Schnappschuss, der im Netz für Lacher sorgt. Doch Street View von Google Maps hat auch durchaus einen praktischen Nutzen - etwa, um sich schon mal einen schnellen Überblick von einem Ort zu verschaffen, den man bald besuchen möchte.

Ein Kamera-Fahrzeug von Google Maps macht Aufnahmen für Street View.

Google Maps Street View: Bildmaterial teils extrem veraltet

Allerdings - das sollte einem als Nutzer klar sein - hat Street View von Google Maps einen dicken Haken. Denn teils ist die Betrachtung der Bilder eineReise in eine relativ weit zurückliegende Vergangenheit. Wer die Funktion beispielsweise in München nutzt, dürfte sich über viele Aufnahmen wundern. Das ein oder andere Gebäude wird auf den Bildern noch nicht existieren. 

Andere Bauten wiederum sind vielleicht nicht mehr da. Der Grund ist einfach: Die Fotos stammen aus dem Sommer 2008. Allerdings könnte das Alter jener Aufnahmen damit zusammenhängen, dass der Protest gegen den Dienst in Deutschland einst sehr heftig war - und Google neue Kamerafahrten daher vermeidet. Die Aufnahmen aus Paris beispielsweise sind immerhin aus dem Jahr 2014. Street-View-Aufnahmen aus New York etwa sind dagegen noch wesentlich frischer: Sie stammen aus dem Sommer 2018.

Straßen in der 360-Grad-Ansicht mit Google Street View durchstreifen - so funktioniert es 

So kommt man aus der Smartphone-App von Google Maps in die Street-View-Ansicht:

  • Google-Maps-App öffnen
  • Auf das rautenartige Symbol über der Kompassnadel klicken
  • Bei Kartendetails den Button Street View auswählen
  • Nun lange auf eine Stelle in der Karte drücken (geht meist nur auf Straßen)
  • Daraufhin sollte links unten ein kleines Foto der entsprechenden Stelle erscheinen
  • Dieses Foto anklicken
  • Nun sollte man in der 360-Grad-Ansicht durch die Straße zoomen können

Auf einem Desktop-Computer gibt es zwei Möglichkeiten zu Street View von Google Maps zu gelangen:

  • Google Maps im Browser öffnen
  • Rechts unten sollte nun eine Leiste mit einem gelben Männchen zu sehen sein
  • Dieses Männchen mit der Maus anpacken und auf eine Straße fallen lassen
  • Nun sollte die Anwendung zu Street-View-Ansicht wechseln

Die zweite Möglichkeit am Desktop-Computer:

  • Google Maps im Browser öffnen
  • Links oben auf denMenü-Knopf klicken (drei Striche)
  • Im nun erscheinenden Menü Street View auswählen
  • Nun einfach mit der Maus auf die gewünschte Stelle in der Karte klicken

Google Street View: Nutzer teilen skurrile Foto-Funde gerne im Internet

Im Internet finden sich zahlreiche Seiten oder Social-Media-Accounts, die sich aus der schier unendlichen Datenflut von Street-View -Bildern bedienen und besondere Funde dort teilen. So wie beispielsweise dieserTwitter-Account, der sich auf „Geister“-Fotos spezialisiert hat

sep

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Brian Hockenstein

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