Was? Da war ich schon?

Google Maps Timeline: Umstrittene Funktion dürfte bei vielen Nutzern für Überraschungen sorgen

Google Maps hat mit der Timeline eine umstrittene Funktion an Bord.
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Google Maps hat mit der Timeline eine umstrittene Funktion an Bord.

Die Timeline in Google Maps kann spannende Infos über Reisen in der Vergangenheit liefern. Wir zeigen, was die Timeline kann - und wie man sie abschaltet.

  • Google Maps hat zahlreiche sehr interessante Funktionen.
  • Darunter auch die Timeline von Google Maps, die bei vielen Nutzern für Überraschungen sorgen könnte.
  • Wir sagen Ihnen aber auch, wie Sie die umstrittene Funktion abschalten können.

München - Viele Nutzer von Google Maps dürften schon mal eine E-Mail bekommen haben - der Inhalt: Ein Rückblick auf die im vergangenen Jahr besuchten Orte, aufgezeichnet von einer Funktion namens Timeline. Doch die Nachricht verriet noch mehr: Auch wie weit man in jenem Jahr mit dem Auto gefahren ist und welche Strecke man zu Fuß gelaufen zurückgelegt hat, wurde darin mitgeteilt. Wer von der Timeline-Funktion von Google Maps bislang nichts wusste - der weiß es spätestens seitdem. 

Tatsächlich ist ein Blick auf die Timeline-Datensammlung beeindruckend: Sie zeigt unter anderem alle Orte, die man besucht - und vielleicht auch schon wieder vergessen - hat. Aber auch genaue Wegstrecken aus der Vergangenheit lassen sich anzeigen. Gleichzeitig ist es aber auch schockierend, was Google alles über einen weiß. Doch keine Angst - die Datensammlung lässt sich auch abstellen.

 Google Maps Timeline kennt nicht nur besuchte Orte, sondern auch zurückgelegte Strecken

Auch in der Smartphone-App ist die Timeline integriert. Wer links oben auf die Menü-Taste (drei Striche) klickt, der findet die Funktion in der deutschen Version unter Meine Zeitachse. Dabei lassen sich nicht nur besuchte Orte anzeigen, sondern - und das ist besonders interessant - auch Wegstrecken. Wer beispielsweise pendelt, kann sich dabei die zurückliegenden Tage anzeigen lassen und vergleichen, wie lange er jeweils für die übliche Distanz gebraucht hat. Wer auf einer Hin- und Rückfahrt verschiedene Züge benutzt, sieht genau, wie sich die Strecken unterscheiden. Wichtig zu wissen: Die Daten sind mit einem Google-Konto verknüpft. Wer Google Maps auf einem Desktop-Computer aufruft, muss sich dort zunächst anmelden.

Detailliertes Wissen: Die Timeline-Funktion von Google Maps kann für manchen auch erschreckend sein

Manchmal hat man auch das Gefühl, die Timeline-Funktion weiß mehr als man selbst. Anhand der Verweildauer weiß Google etwa auch welches Museum, welches Schwimmbad und welches Fußballstadion man besucht hat - und sortiert diese Orte von selbst in Kategorien. Wer sich einmal dort durchklickt, kommt schnell zu dem Punkt, an dem man sich fragt: ‚Wirklich? Da war ich schon?‘ 

Nicht jedem gefällt die umfassende Datensammlung von Google Maps Timeline - vor allem auch, weil sie standardmäßig aktiviert ist.

Wem Googles Datensammlung zu viel wird: Einfach abschalten!

Doch es gibt auch die Möglichkeit die Funktion auszuschalten, beziehungsweise bestimmte Zeiträume zu löschen. In der Google-Maps-App geht das folgendermaßen:

  1. Oben links auf den Menü-Knopf (drei Striche) klicken
  2. Meine Zeitachse auswählen
  3. Auf die drei Punkte oben rechts klicken
  4. Einstellungen und Datenschutz auswählen
  5. Nun öffnet sich ein umfangreiches Menü, in dem sich die Standorteinstellungen detailliert bearbeiten lassen
  6. Unter anderem lässt sich dort der Standortverlauf ausschalten es gibt aber auch die Möglichkeit bestimmte Zeiträume zu löschen

Mit dem letzten Update hat Google Maps einige neue Funktionen bekommen:

sep

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