Russische Insel komplett geschwärzt

Google Maps zensiert zahlreiche Orte und Gebäude: Einige Fälle geben Rätsel auf

Einige Orte sind auf den Bildern von Google Maps zensiert. Die Gründe dafür sind teilweise naheliegend, allerdings gibt es auch mysteriöse Fälle.

Mountain View - Google Maps bietet den Nutzern eine große Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten. Der Online-Kartendienst kann unter anderem als Routenplaner benutzt werden. Durch die Satellitenaufnahmen und Google Street View kann man sich zudem ein Bild von nahezu jedem beliebigen Ort auf der Welt machen – sei es das Empire State Building in New York City, das Brandenburger Tor in Berlin oder das weltberühmte Opernhaus in Sydney.

Google Maps: Orte und Gebäude auf den Satellitenbildern zensiert

Wer sich mit Google Maps auf virtuelle Erkundungstour begibt, dem fällt schnell auf, dass einige Dinge nur verpixelt dargestellt werden. So werden beispielsweise menschliche Gesichter und Fahrzeug-Kennzeichen maschinell unkenntlich gemacht. Doch auch einige wenige Orte und Gebäude sollen wohl geheim bleiben. Sie werden von Google auf verschiedenste Art und Weise zensiert.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Laut dem Internetportal GoogleWatchBlog erfolgt die Verpixelung der meisten Orte und Gebäude auf Anfrage von Regierungen. Diese wollen nicht, dass geheime oder besonders wichtige Standorte hochauflösend bei Google Maps für Jedermann einsehbar sind. „Darunter fallen strategisch oder militärisch wichtige Gebiete, Militäreinrichtungen, Flughäfen, Regierungsgebäude, Wohnsitze von Staatsoberhäuptern, aber teilweise auch Gebäude wie Atomkraftwerke oder Testgelände“, schreibt das Portal dazu weiter.

Google Maps: Area 51 nicht einsehbar – Russische Insel komplett geschwärzt

Das wohl berühmteste Beispiel für solch einen geheimen Ort ist die sagenumwobene Area 51. Das militärische Sperrgebiet mitten in der Wüste des US-Bundesstaats Nevada ist auch auf den Satellitenbildern von Google Maps nicht wirklich einsehbar. Zwar erkennt man den dortigen Homey Airport, viele weitere Bereiche sind aber weiß überdeckt und unkenntlich gemacht.

Die Area 51 ist auch auf Google Maps nur bedingt einsehbar. (Screenshot)

Noch konsequenter wurde bei der russischen Jeanette-Insel in der Ostsibirischen See vorgegangen. Auf dem Satellitenbild war die Insel bis vor Kurzem nämlich komplett geschwärzt. Inzwischen erscheint bei näherem Zoomen zwar ein Teil der Insel mit einigen Details, jedoch ist sie weiterhin nicht vollständig zu sehen. Offiziell soll es dort nur Eis geben – die Bilder lassen allerdings Raum für Spekulationen.

Die russische Jeanette-Insel wird erst bei näherem Zoomen sichtbar und selbst dann nicht vollständig. (Screenshot)

Google Maps: Häufig wichtige Standorte und mögliche Angriffsziele betroffen

Ein weiteres Beispiel für die Zensur von ganzen Gebieten bei Google Maps ist die Nuklearanlage Marcoule in Frankreich. Auf dem Gelände rund 30 Kilometer nördlich von Avignon war bis 1984 unter anderem ein Kernkraftwerk in Betrieb. Heute dient das Gelände vor allem der Wiederaufarbeitung von Brennelementen und der Forschung. Letzteres soll auch der Grund dafür sein, dass das Gebiet verpixelt ist.

Die französische Nuklearanlage Marcoule ist bei Google Maps verpixelt. (Screenshot)

Neben den oben genannten Beispielen gibt es auch noch zahlreiche weitere Orte weltweit, die bei Google Maps nicht sichtbar sind. Bei einigen von ihnen sind die Gründe naheliegend, wie beispielsweise bei Militärflughäfen im ohnehin eher abgeschotteten Nordkorea. Auf der anderen Seite gibt es auch Orte, bei denen die Gründe nicht sofort ersichtlich sind. So ist beispielsweise ein großer Teil der Färöer Inseln bei Google Maps gepixelt. (ph)

Rubriklistenbild: © Screenshot/Google Maps

Auch interessant

Kommentare