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Schrecklicher Fund in Alaska: Kajakfahrer filmte wohl seinen eigenen Tod

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Robert Rodiguez Jr. verunglückte in Alaska.
Paul Jose Rodiguez Jr. verunglückte in Alaska. © Juneau Police Department

Ein Kajakfahrer wurde sechs Tage lang vermisst – doch dann wird seine GoPro-Helmkamera gefunden. Die Ansicht der Bilder erschüttert.

Kassel – In Alaska ist ein Mann auf eine Kajak-Tour gegangen. Aber er kam von seinem Ausflug nicht mehr zurück und wurde seitdem vermisst. Erst, als die GoPro-Kamera auftauchte, die der Sportler auf seinem Helm montiert hatte, gab es traurige Gewissheit: Der Film auf der Kamera zeigt wohl, wie Paul Jose Rodriguez Jr. stirbt. Darüber berichtet unter anderem die Washington Post.

Alaska: Kajakfahrer sechs Tage lang vermisst – dann taucht seine Kamera auf und deckt Schreckliches auf

Der 43-Jährige war sechs Tage lang unauffindbar. Vermutlich war er vor seinem Verschwinden in den kalten Gewässern in der Nähe des 21 Kilometer langen Mendenhall-Gletschers in Alaska Kajak gefahren. Schließlich fand ein Mitglied des Suchtrupps den Schlüssel zu dem Rätsel, wie die Division of Alaska State Troopers berichtete: Einen Kletterhelm mit einer GoPro-Actionkamera, die Rodriguez‘ Ertrinken am 11. Juli offenbar gefilmt hatte.

„Das GoPro-Video zeichnete auf, als das Kajak umkippte und Rodriguez ins Wasser ging“, sagte Tim DeSpain, ein Sprecher des Alaska Department of Public Safety, in einer E-Mail. „Die Aufzeichnung zeigte weiterhin, dass das Kajak aufgrund einer starken Strömung vom Gletscher umkippte.“ Anders als die Kamera bleibt die Leiche weiter verschollen.

Leeres Kajak gefunden, dann das verlassenes Auto – erst Kamera löst das Rätsel um Vermissten

Der erste Hinweis in dem Fall war bereits am 11. Juli eingegangen: Ein Anruf bei der Staatspolizei wegen eines leeren Kajaks mit daran befestigtem Packsack. Niemand in der Nähe schien in Not zu sein, berichtete der Finder. Das Auto von Rodriguez wurde am 16. Juli unbeaufsichtigt in der Nähe des Besucherzentrums des Gletschers gefunden. Fünf Tage zuvor hatten Mitarbeiter des U.S. Forest Service einen Mann gesehen, der von diesem Auto aus in Richtung Gletscher ging – etwa 19 Kilometer nordwestlich der Innenstadt von Juneau. Bekleidet war dieser mit einem T-Shirt, einem Eispickel und einem Kletterhelm.

Rodriguez‘ Mitbewohner in Juneau hatte ihn zuletzt am 10. Juli gesehen. Und ein Social-Media-Beitrag, den Rodriguez am nächsten Tag veröffentlichte, zeigte ein Kajak, das sich offenbar in der Nähe des Gletschers befand, teilte die Polizei mit. Nachdem das Kajak gefunden worden war, stellten die Behörden eine Verbindung zu den von Rodriguez im Internet veröffentlichten Fotos her. Die Entdeckung der GoPro-Kamera löste das Rätsel.

Kajakfahrer trug beim Ertrinken wohl keine Schwimmweste

Die Polizisten sagten, sie gehen davon aus, dass Rodriguez beim Ertrinken keine Schwimmweste trug. Bergungsteams werden den See weiterhin nach seiner Leiche durchsuchen. Sein Sohn Jaden Rodriguez sagte gegenüber Associated Press, dass sein Vater ein talentierter Fotograf sei, der gerne Paddelboarding, Snowboarden und Angeln fahre. Laut dem Sohn hatte der Vater oft gesagt: „Das Leben ist kurz.“

Weitere Filmaufnahmen sorgten zuletzt für Aufsehen: Ein Autofahrer baute einen schweren Unfall auf der A57 bei Krefeld. Danach soll er die Rettung seiner lebensgefährlich verletzten Beifahrerin gefilmt haben. Ein Niederländer erkundete indes die Sperrzone in Fukushima und brachte schaurige Aufnahmen mit. (cgsc)

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