Ungewöhnliches Ungeheuer

Mysteriöser Fund in Griechenland: Bizarre Krallen-Kreatur lässt Experten rätseln

Urlauber genießen den Strand bei Kreta in Griechenland (Symbolbild)
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Hier gibt es eigentlich Urlaubsfotos und keine Ungeheuer: ein seltsamer Fund in Kreta sorgt jetzt für Spekulationen (Symbolbild)

Was kann das sein? Eine seltsame Kreatur wurde am Strand in Kreta angespült: haarlos und Nilpferd-artig sieht sie aus. Experten und Beobachter äußern Ideen.

  • An einem Strand in Kreta wurde ein mysteriöses Ungeheuer angespült
  • Anwohner und Experten in Griechenland zerbrechen sich den Kopf
  • Ein lokaler Zoologe äußert seine Vermutung zum seltsamen Tier-Fund

Kreta - Ein wenig gruselig sieht es schon aus, wie es da am Sandstrand in Griechenland liegt und von den Wellen umspült wird: Alle Viere leblos von sich gestreckt, haarlos und mit langen Krallen. Kein Wunder, dass sich das Internet vor Mutmaßungen überschlägt: Ist das ein Hund, ein Schwein, vielleicht ein Seelöwe? So richtig passt es zu keinem bekannten Säugetier. Zwar wirkt das kahle, rundliche Tier ein wenig wie ein Nilpferd, aber auch das passt nicht so recht.

Gefunden wurde das seltsame Ungeheuer in der Nähe eines Flusses im Ferienort Gournesin bei Heraklion. Nachdem ein vorangegangener Sturm, das Ungeheuer an Land gespült hatte, wurde es ausgiebig begutachtet und fotografiert. Anwohner zerbrachen sich den Kopf über den seltsamen Fund. Ist es ein unbekanntes Seemonster? Wurde hier vielleicht eine völlig neue, potentiell sehr gefährliche Art entdeckt?

Bizarres See-Ungeheuer auf Kreta: Tier-Experte äußert einen Verdacht

Petros Lymperakis, hat eine beschwichtigende und etwas ernüchternde Antwort auf die vielen Spekulationen. Er ist Kurator der Wirbeltiersammlungen im Naturhistorischen Museum der Universität Kreta. Der griechischen Online-News Seite Tromaktiko erklärt er seine Vermutung. Es könne sich hier ziemlich wahrscheinlich um einen gewöhnlichen Dachs handeln. Dass das Tier so deformiert und riesig aussieht, erklärt sich der Experte mit der langen Zeit im Wasser. So sei der Dachs angeschwollen und hätte sein Fell verloren.

Vermutlich ist das verzweifelte Tier beim nächtlichen Sturm also irgendwie in die Fluten geraten und starb hier einen grausamen Tod. So viel Aufmerksamkeit und Trubel um seinen Tod hätte sich der Vierbeiner aber vermutlich nicht träumen lassen. Das hier eine unbekannte Spezies entdeckt wurde bleibt also eher unwahrscheinlich. Auch fürchten müssen sich die Anwohner in Kreta vermutlich eher nicht. Ein europäischer Dachs ernährt sich hauptsächlich von Regenwürmern, Insekten und Beeren. „Das Ungeheuer von Kreta“ bleibt lediglich eine Schlagzeile. (vs)

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