500 Personen betroffen

Griechisches Dorf plötzlich evakuiert: Urlaubs-Paradies wird geräumt

Momentaufnahme am Strand von Karathonas in Nafplio, Peloponnes.
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Auf der griechischen Insel Euböa mussten 500 Einheimische und Touristen aus einem Dorf evakuiert werden. (Symbolbild)

Ein Küstenort auf der griechischen Insel Euböa wurde am Wochenende vollständig evakuiert. Grund dafür war die Waldbrandgefahr. Auch Touristen waren betroffen.

Athen - Was für eine Handvoll Urlauber zum Traum-Sommerurlaub im zweiten Jahr der Corona-Pandemie werden sollte, entwickelte sich schlussendlich zu einem regelrechten Albtraum. Denn am Wochenende musste auf Euböa, der zweitgrößten griechischen Insel ein gesamtes Dorf evakuiert werden, nachdem die Waldbrandgefahr auf Grund der andauernden Hitze immer größer wurde.

Griechenland: Dorf wegen Waldbrandgefahr evakuiert - auch Touristen betroffen

Wie der griechische Vize-Minister für Zivilschutz Nikos Hardalias mitteilte, wurden am Wochenende rund 500 Einheimische und Touristen aus dem griechischen Küstenort Niborio auf Euböa evakuiert. Der Grund dafür waren gleich mehrerer Waldbrände, die sich in der Region ausgebreitet hatten. Da die Brände sich aufgrund von starken Winden in Richtung des Dorfes ausbreiteten und zur möglichen Bedrohung für Niborio zu werden drohten, entschloss sich die Regierung, das Gebiet vorsichtshalber zu evakuieren.

Waldbrände sind im Sommer in Griechenland keine Seltenheit. Extreme Hitze, trockene Wälder und starke Winde sorgen Jahr für Jahr dafür, dass es jeden Sommer zu große Waldbränden kommt. 2018 waren bei einem Brand in dem Küstenort Mati nahe Athen 102 Menschen ums Leben gekommen. Vergangenes Jahr wurden laut einer Auflistung der griechischen Zeitung Kathimerini 179 Wald- und Steppenbrände durch Nachlässigkeit verursacht und 26 weitere absichtlich gelegt.

Griechenland: Dorf auf Insel Euböa evakuiert - 57-Jähriger wegen Brandstiftung verhaftet

Auslöser für die Waldbrände sind dabei oft menschlicher Natur. So wurde auf Euböa derweil ein 57-Jähriger festgenommen, gegen den der Verdacht der Brandstiftung besteht. Der Bauer soll gegenüber der Polizei ausgesagt haben, dass sein Transporter beim Startvorgang Funken gesprüht habe, die daraufhin trockenes Grasland in Brand gesetzt haben. (fd/afp)

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