Grubenunglück in China: Mehr als 20 Bergleute tot

Peking - Bei einem Grubenunglück in China sind am Samstagmorgen mehr als 20 Bergleute getötet worden. Weitere 17 seien nach einer Gasexplosion vermutlich unter Tage eingeschlossen.

Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Zunächst hatte sie von mehr als 30 eingeschlossenen Kumpeln berichtet. Erst am Mittwoch waren vor den Augen der ganzen Welt 33 chilenische Bergleute nach mehr als zwei Monaten in 700 Meter Tiefe gerettet worden. Das Unglück habe sich gegen 6.00 Uhr Ortszeit ereignet, berichtete Xinhua. Das Kohlebergwerk liegt in der zentralchinesischen Provinz Henan.

Die Rettungsarbeiten liefen an. Chinesische Bergwerke sind extrem gefährlich. Jedes Jahr sterben tausende Bergleute bei Unfällen, allein 2009 waren es mehr als 2600 Kumpel. Die Regierung verschärfte in den vergangenen Jahren zwar die Sicherheitsvorschriften. Es gibt aber immer noch zahlreiche illegale Minen, in denen die Regeln missachtet werden. Experten vermuten, dass tatsächlich noch mehr Bergleute sterben als offiziell angegeben. Erst am Freitag konnten neun verschüttete Bergleute in einer ostchinesichen Zeche nach einem Tag gerettet werden. Im April waren nach einem schweren Grubenunglück in Nordchina 115 Bergleute acht Tage später lebend geborgen worden. Das wurde damals als “Wunder“ gefeiert.

In Chile ist alles gut gegangen

Das Wunder von Chile: Bilder von der Kumpel-Rettung

dpa

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