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Gruppenvergewaltigung in Ulm: 14-Jährige an Halloween betäubt und vergewaltigt - fünf Tatverdächtige vor Gericht

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Fünf Männer sind in Ulm wegen Vergewaltigung angeklagt.
Fünf Männer sind in Ulm wegen Vergewaltigung angeklagt. © dpa / Felix Kästle

Mehrere Männer sollen in Ulm an Halloween eine 14-Jährige betäubt und vergewaltigt haben. Jetzt kommen die mutmaßlichen Täter vor Gericht.

Ulm - Nach der Gruppenvergewaltigung einer 14-Jährigen an Halloween im vergangenen Jahr müssen sich fünf junge Männer von Donnerstag an vor dem Landgericht Ulm verantworten. Der Fall hatte im vergangenen Jahr deutschlandweit für Fassungslosigkeit und Entsetzen gesorgt. Zum Eklat war es im Anschluss an den Fall auch gekommen, weil Ulmer Oberbürgermeister Gunter Czisch in einem Interview für Empörung sorgte, als er fragte, warum das Mädchen nachts in Ulm in der Innenstadt gewesen sei. 

Den Angeklagten wird vorgeworfen, die Schülerin Ende Oktober 2019 im Illertal (Alb-Donau-Kreis) mit Betäubungsmitteln wehrlos gemacht zu haben. Sie sollen sich laut Staatsanwaltschaft neunmal an ihr vergangen haben. Fünf dieser Taten soll ein 16-Jähriger begangen haben. Den angeklagten Asylbewerbern aus Afghanistan, dem Iran und dem Irak wird mehrfache Vergewaltigung oder Beteiligung vorgeworfen.

Gruppenvergewaltigung in Ulm an Halloween: Junge Männer sollen 14-Jährige vergewaltigt haben

Die jungen Männer zwischen 15 und 27 Jahren sollen das Mädchen am 31. Oktober in der Ulmer Innenstadt überredet haben, mit ihnen zu einer Flüchtlingsunterkunft in Illerkirchberg zu fahren, in der einer von ihnen lebte. Das Mädchen kannte laut Staatsanwaltschaft einen der mutmaßlichen Vergewaltiger. Es erzählte den Eltern und der Polizei von den Verbrechen in der Halloween-Nacht und danach. Einer der Beschuldigten hat die Taten eingeräumt. Die übrigen bestreiten die Vorwürfe.

Für den Prozess sind bis November 13 Sitzungstage angesetzt. 28 Zeugen sollen gehört werden. Die Schülerin hat sich dem Verfahren als Nebenklägerin angeschlossen. Der Prozess wird wegen coronabedingter Abstands- und Hygieneregeln im Donausaal der Ulmer Messe eröffnet und soll dann im Oktober ins Ulmer Kornhaus ziehen.

Gruppenvergewaltigung in Freiburg: Prozess sorgt für Aufsehen

In Freiburg sorgt seit längerem der Prozess um die Gruppenvergewaltigung einer 18-Jährigen vor einer Disco für Aufsehen. Der Prozess hat Ende Juni 2019 begonnen. Angeklagt sind elf Männer, die meisten von ihnen sind Flüchtlinge. Ihnen wird vorgeworfen, Mitte Oktober 2018 die 18-Jährige in einem Gebüsch vergewaltigt oder ihr nicht geholfen zu haben. Sie bestreiten dies oder schweigen zu den Vorwürfen. (dpa/nai)

Die Polizei in Berlin ist auf der Suche - auf der Suche nach einem Serien-Vergewaltiger. Dank etlicher Hinweise soll nun die Identität des Mannes geklärt sein. Doch der Mann ist weiterhin flüchtig. Unterdessen zeigt sich eine Musikband entsetzt vom Fall des „Schwarzwald-Rambos“ - vor allem wegen eines Details auf dem Fahndungsfoto.

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