Vieles deutet auf Grabräuber hin

Besonderer Fund auf Schulgelände in Köln - ein Experte hat schon eine Vermutung

Der Bagger zieht den altrömischen Sarkophag aus dem Boden eines Schulgeländes heraus.
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Auf einer Baustelle in Köln wurde ein alter Sarkophag gefunden.

Archäologen sorgen durch neue Entdeckung bei einer Ausgrabung in Köln für Aufruhr. Was hat es mit dem aufgebrochenen Sarkophag auf sich?

  • Ein alter Sarkophag wurde auf einem Schulgelände in Köln geborgen.
  • Es gibt viele Hinweise, die auf einen Grabraub deuten.
  • Archäologen entdecken Bronzebeschläge.

Köln - Ein Stück der Vergangenheit taucht ausgerechnet auf dem Gelände der Kaiserin-Augusta-Schule in Köln auf. Archäologen fanden dort bei Ausgrabungen einen Sarkophag aus der Römerzeit.

Wie der Leiter des Römisch-Germanischen Museums, Markus Trier, am Mittwoch mitteilte, ist das Grab nicht zum ersten Mal entdeckt worden. „Er ist aufgeknackt worden - wahrscheinlich waren dort früher Grabräuber am Werk“, so Trier. Der Diebstahl der Grabräuber hatte zur Folge, dass die Knochen durcheinandergebracht wurden. Wann und vor allem wer sich damals an dem Grab bedient hat, bleibt nach wie vor ein Rätsel.

Grabräuber nahmen nicht den ganzen Inhalt des Sarkophags mit

Glücklicherweise stahlen die Räuber damals nicht ausnahmslos alle Grabbeilagen. In einer Nische entdeckten die Archäologen schlussendlich acht Gefäße aus Keramik und Glas. Auch Bronzebeschläge, welche scheinbar von einem nicht mehr erhaltenen Holzkasten stammen, tauchten auf.

In dem freigelegten Sarkophag befanden sich verworfene Gebeine

Kein neuer Fund - Der Sarkophag wurde schon im Juli 2020 geborgen

Die beteiligten Archäologen entdeckten den Fund schon im Juli 2020. Wie Trier sagte, besteht der Sarkophag aus rotem Sandstein. Das Geschlecht des oder der Bestatteten ist noch immer unklar. Man weiß jedoch sicher, dass der oder die Tote Anfang des vierten Jahrhunderts im Sarkophag begraben worden ist. Die Funde im Sarkophag, sowie der Sarkophag selbst weisen darauf hin, dass es sich um eine Person aus der Oberschicht handle.

Der aktuelle Plan beruft sich darauf, den Sarkophag nun zu restaurieren. Später soll er dann eventuell im Erweiterungsbau des Gymnasiums aufgestellt werden. Damit würde der Sarkophag in der Nähe seiner Fundstelle bleiben.

Erst kürzlich kam es zu einem ähnlich sensationellen Fund in Dortmund. Ein Mann fand auf einem Acker ein seltsames Stück, welches für die Stadt eine wahre „Rarität“ darstellte. (lp mit dpa)

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