Gute Zeiten für Jugendliche, die eine Ausbildungsstelle suchen

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Die Unternehmen finden nicht mehr genügend Lehrlinge. Das ist für die Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle suchen, ein Vorteil.

Nie gab es in Deutschland so viele offene Lehrstellen wie 2013. Die Unternehmen suchen händeringend Azubis. War früher der Jugendliche der Bittsteller, wenn er einen Ausbildungsplatz suchte, sind es heute die Unternehmen, die sich anpreisen

Lehrling sind besonders im Handwerk Mangelware

Die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen – und damit eine knappe und begehrte Ressource. Denn die Wirtschaft in Deutschland brummt. Damit das so bleibt, brauchen die Unternehmen gut ausgebildete Leute. Doch die sind immer schwerer zu bekommen. 12,1 Prozent mehr unbesetzte Lehrstellen als 2012 meldet das Bundesinstitut für Berufsbildung in seinem Bericht für 2013.

Unter dem Mangel an Azubis leiden besonders kleine und mittelständische Unternehmen. Gerade das Handwerk klagt in vielen Branchen über keine oder nur bedingt geeignete Bewerber. So bleibt die Lage zum Beispiel im Metzger- oder Bäckerberuf schwierig: Für beinahe jede zweite Ausbildungsstelle suchen die Betriebe noch Azubis. Viele Jugendliche scheuen hier die Arbeitszeiten oder befürchten, dass der Beruf zu anstrengend ist. Anders sieht es bei Bankkaufleuten oder Beamten aus: Hier haben die Personalchefs noch eine große Auswahl.

Betriebe werben im Netz um Nachwuchs

Aber nicht nur Kleinbetriebe müssen sich auf der Suche nach Lehrlingen einiges einfallen lassen. Auch große Konzerne können sich nicht mehr darauf verlassen, dass ihnen die Bewerber die Türen einrennen. Dabei mangelt es nicht nur an hochqualifizierten Ingenieuren. Auch Facharbeiter werden dringend gebraucht. Deshalb gehen die Konzerne aktiv auf die Suche und versuchen, die Jugendlichen im Internet zu erreichen. Große Automobil-Unternehmen betreiben zum Beispiel spezielle Social-Media-Seiten, um sich Schülern als potenzieller Arbeitgeber zu präsentieren. Auch mit Auftritten auf Facebook oder Twitter wollen sie diejenigen erreichen, die eine Ausbildungsstelle suchen, und sie überzeugen, sich bei ihnen zu bewerben.

Zu viele Studenten und Unqualifizierte

Viele Betriebe klagen darüber, dass sie zwar Bewerber haben, die eine Ausbildungsstelle suchen – doch seien diese oft nicht ausbildungsreif. Das bedeutet, dass die Jugendlichen im Hinblick auf Mathematik, Sprache und Sozialkompetenz nicht in der Lage sind, ihre Lehre erfolgreich abzuschließen. Studien haben ergeben, dass dieser Mangel an Qualifikation für rund 20 Prozent der jungen Leute zutrifft.

Ein weiteres Problem ist der ungebrochene Trend zu Abitur und Studium. Immer mehr junge Leute wollen sich keine Ausbildungsstelle suchen, sondern studieren. Dazu kommt, dass es immer weniger Jugendliche gibt. Die geburtenschwachen Jahrgänge in Verbindung mit dem demografischen Wandel lassen bei den Betrieben wenig Hoffnung aufkommen, geeigneten Nachwuchs zu finden.

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