Haarige Studie

Warum Männer ihrer Frisur treu bleiben

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München - Viele Frauen haben es geahnt, jetzt hat es die Wissenschaft bestätigt: Laut einer Studie des britischen Haarpflegeproduktherstellers Fudge sind Männer Friseur-Muffel, die im Leben nur fünf unterschiedliche Frisuren ausprobieren.

Mit durchschnittlich 32 Jahren bleiben sie dann bei einer Frisur, der sie ewige Treue halten. Berühmte Beispiele gibt es zuhauf: Neben den deutschen Promis, die wir rechts abgebildet haben, gilt die Regel auch für internationale Showstars wie Mick Jagger, Rod Steward oder David Bowie.

Für die tz Grund genug, mit Star-Friseur Wolfgang Lippert darüber zu reden, was Männer doch zu einer neuen Frisur bewegen kann und welche Rollen die Frauen dabei spielen:

Können Sie sich vorstellen, dass Männer nur fünf Frisuren ausprobieren?

Wolfgang Lippert, Münchens Star-Friseur: Ja, Männer sind normalerweise weniger experimentierfreudig als Damen. Zumindest, wenn es vom Mann ausgeht. Bei mir im Haus werden den Herren wesentlich mehr Ideen geboten.

Ein Beispiel?

Lippert: Etwa ein Haarschnitt und drei dazu passende Stylings. Da hätte man selbst aus fünf verschiedenen Schnitten schon 15 verschiedene Frisuren.

Wieso bleiben Männer ab 32 meist bei einer Frisur?

Lippert: Das ist ein Schnitt im Leben. Oft der Punkt, an dem man beruflich seinen Weg gefunden hat, gesettlet ist. Die Kunden gehen dann zum Frisör und sagen „So wie immer!“ – das finde ich ganz schrecklich. Und zu Hause verzieht die Frau vor Schrecken das Gesicht.

Welche Rolle spielen die Frauen?

Lippert: Wir haben Kunden, bei denen die Damen mitkommen, weil sie ihren Mann nicht mehr allein zum Friseur lassen. Und wenn ein Mann frisch verliebt ist, verdoppelt sich sein Friseur-Takt. Wichtiger als die Ehefrau ist bei vielen Männern übrigens die Sekretärin. Die sieht, wann der Chef fällig ist und macht gleich den Termin.

An welchem Punkt im Leben ändern Männer ihre Frisur?

Lippert: Wenn sich beruflich oder privat etwas gravierendes ändert. Der Cut im Leben ist der Cut in den Haaren. Und: Wenn die ersten grauen Schläfen kommen, wollen Männer jünger aussehen, Cabrio fahren und die Freundin beeindrucken. Wenn sie aber mit 24 Jahren von Harvard oder Princeton kommen, lassen sich Herren, die noch zu sehr ein Milchgesicht haben, in ihre vielen schönen Haare extra graue Strähnen reincolorieren, damit sie etwas gesetzter aussehen.

Sind junge Männer frisurbewusster?

Lippert: Sie sind wesentlich offener und experimentierfreudiger als früher. In den Münchner Clubs sieht man lange Decken und feine Strähnen, ein wenig mehr Shine und Glanz in den Haaren. Aus dem Nutzhaarschnitt von vor 20 Jahren ist heute ein absolutes modisches Element geworden.

Wie wichtig sind Stars als Vorbilder?

Lippert: Wer über den Roten Teppich geht, hat immer Vorbildcharakter. Eine Leitfigur für den Herren-Style war immer David Beckham. Andere Vorzeigemänner sind George Clooney, Bradley Cooper – oder auch Justin Bieber.

Was sind die Trends für dieses Jahr?

Lippert: Lang, lang, lang, wie Brad Pitt. Und der Surfer-Look in allen seinen Schattierungen, auch zum Anzug. Das können übrigens mehr Männer tragen als die geschorenen Haare, denn mit längeren Haaren kann man mehr kaschieren oder auch betonen.

Int.: M. Kniepkamp

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