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Wildschwein zerlegt Wohnzimmer und macht es sich auf Couch gemütlich – „Dann rufen Sie die Polizei“

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Von: Patrick Huljina

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„Nein, es ist kein Scherz“, schreibt die Polizei in ihrer Pressemitteilung zu einem kuriosen Vorfall in Hagen. Ein Wildschwein verirrte sich dort in eine Wohnung.

Hagen - Im nordrhein-westfälischen Hagen kam es am Freitag (4. Februar) zu einem schier unglaublichen Vorfall. Selbst die Polizei versicherte in ihrer Pressemitteilung ausdrücklich, dass es sich um „keinen Scherz“ handelt. Ein Wildschwein hatte zunächst das komplette Wohnzimmer einer Frau auf den Kopf gestellt und es sich anschließend auf der Couch gemütlich gemacht.

Wildschwein zerstört Wohnzimmer: „Stattliche Bache“ legt sich anschließend auf die Couch

Als die 39-Jährige gegen 13.20 Uhr ihre Haustür aufschloss, habe sie einem ausgewachsenen Wildschwein gegenüber gestanden. „Zum Glück mit dem Haupt von ihr abgewandt“, schrieb die Polizei. Schnell schloss die erschrockene Frau die Tür wieder und rief die Einsatzkräfte zur Hilfe.

Als eine Streifenwagenbesatzung vor Ort eintraf, hatte die etwa 60 Kilogramm schwere, „stattliche Bache“ bereits die Inneneinrichtung verwüstet und sich danach auf dem Wohnzimmersofa bequem eingerichtet. Vermutlich sei das Tier über eine offene Terrassentür in die Wohnung im Erdgeschoss gelangt, vermuten die Beamten. Als diese zufiel, saß das Schwein schließlich in der Falle.

Wildschwein auf Wohnzimmercouch.
Das Wildschwein machte es sich auf der Wohnzimmercouch bequem. © Polizei Hagen/dpa

Wildschweine können „sehr gefährlich“ werden: Polizei mit dringendem Rat

Wildschweine könnten „niedlich aussehen“, aber auch „sehr gefährlich“ werden, warnte die Polizei in ihrer Mitteilung weiter. Nicht zuletzt deshalb riefen sie einen Jäger zu Hilfe, um das Tier stressfrei in die Freiheit zu locken. Über einen Zaun fand das Wildschwein seinen Weg unverletzt zurück in die Natur.

„Wildschweine frischen für gewöhnlich im Frühjahr. In dieser Zeit schützen sie ihre Jungen vor Feinden. Nähern Sie sich Jungtieren nicht, sondern halten Sie Abstand“, rieten die Beamten. „Und falls eines in Ihrem Wohnzimmer auftaucht ... dann rufen Sie die Polizei.“

Auch 36 Jahre nach der Atomkatastrophe in Tschernobyl sind Pilze und Schwarzwild in den Wäldern Bayerns immer noch verstrahlt. Besonders Wildschweine sind radioaktiv belastet. (ph mit dpa)

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