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Haiangriff am Traumstrand: Österreicherin stirbt - Touristen versuchen noch verzweifelt sie zu retten

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Der leer Platz der Rettungsschimmer am Strand von Sahl Hasheesh
Der leer Platz der Rettungsschimmer am Strand von Sahl Hasheesh. Ganz in der Nähe ereignete sich am Wochenende eine tödliche Hai-Attacke (Archivbild, Mai 2020). © A. Tamboly / IMAGO / Westend61

Am Wochenende attackierte ein Hai nahe des ägyptischen Urlaubsortes Hurghada eine 68-jährige Österreicherin. Sie starb im Krankenhaus.

Hurghada - Hai-Angriffe sind eigentlich selten, auch im Roten Meer vor Ägypten. Doch am Wochenende attackierte ein Hai unweit des Badeortes Hurghada eine Frau beim Schwimmen und verletzte sie schwer. Sie konnte sich offenbar noch an Land retten, verstarb jedoch kurz darauf im Krankenhaus.

68-jährige Österreicherin stirbt nach Hai-Angriff - Touristen hatten versucht, sie mit einem Seil zu retten

Eine 68-jährige Österreicherin schwamm am Wochenende im Roten Meer vor Sahl Hasheesh, als sie ein Hai angriff. Touristen verfolgten die tragischen Szenen vor ihrem Tod vom Strand und von einem Steg aus. Es existiert ein Video des Zwischenfalls, das zeigt, wie die Frau in rot gefärbtem Wasser versucht, sich in Sicherheit zu bringen. Touristen hatten indes vom Steg aus noch erfolglos versucht, sie mit einem Seil aus dem Wasser zu ziehen. Einem Bericht der britischen Boulevardzeitung DailyMail zufolge soll die Frau es zunächst „wie durch ein Wunder“ geschafft haben, sich ans Ufer zu retten.

Der Hai hatte ihr jedoch einen Arm und ein Bein abgebissen, wie die russische Nachrichtenagentur Ria Novosti berichtete. Die 68-Jährige starb laut Angaben der Nachrichtenagentur dpa wenig später im Krankenhaus aufgrund eines Schocks. Das österreichische Außenministerium in Wien bestätigte den Tod der Österreicherin. Es soll sich nicht um eine Urlauberin gehandelt haben, die 68-Jährige soll mit einem Ägypter verheiratet gewesen sein und in Hurghada gelebt haben. Die Behörden schlossen den Strandabschnitt für drei Tage. Der Badeort Sahl Hasheesh liegt rund 30 Kilometer entfernt von der ägyptischen Stadt Hurghada am Roten Meer.

Urlaubsreise nach Ägypten: Wie wahrscheinlich sind Hai-Angriffe am Roten Meer?

Blick vom Meer auf Hurghada. In der Nähe des beliebten Urlaubsortes kam es am Wochenende zu einem tödlichen Haiangriff.
Blick vom Meer auf Hurghada. In der Nähe des beliebten Urlaubsortes kam es am Wochenende zu einem tödlichen Haiangriff. © IMAGO / Panthermedia / Alexander Matvienko

Das Rote Meer ist ein beliebtes Reiseziel, doch Angriffe von Haien sind dort eigentlich sehr selten. Angaben der Nachrichtenagentur dpa kam es zuletzt 2018 zu einem tödlichen Hai-Angriff, bei dem ein Tourist aus Tschechien verstarb, davor kamen in den Jahren 2010 eine deutsche Rentner und 2015 ein Deutscher bei einer Hai-Attacke um. Diesen Zahlen stehen Millionen von Urlaubern gegenüber. 500.000 Touristen reisen aktuell jeden Monat nach Ägypten, im Jahr 2019 - noch vor der Corona-Pandemie - erreichte das Land eine Höchstmarke: 13 Millionen Besucher kamen damals nach Hurghada und an andere ägyptische Urlaubsorte.

Jedes Jahr werden Angaben des WWF zufolge bis zu 100 Millionen Haie durch Menschen getötet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch von einem Hai angegriffen wird, lieg indes bei etwa 1 zu 3 Millionen. Das geht aus Angaben der International Shark Attack File hervor. Die Chance eines Autounfalls liegt demzufolge im Vergleich bei 1 zu 84 und selbst vom Blitz getroffen zu werden ist demnach mit 1 zu 74.000 wahrscheinlicher.

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