Haiti: Mädchen nach 15 Tagen gerettet

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Eine junge Haitianerin hat wie durch ein Wunder 15 Tage unter den Trümmern eines vom Erdbeben zerstörten Hauses überlebt.

Port-au-Prince/Washington - Eine junge Haitianerin hat wie durch ein Wunder 15 Tage unter den Trümmern eines vom Erdbeben zerstörten Hauses überlebt.

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Die 16-Jährige wurde am Mittwoch von einem französischen Rettungsteam aus den Resten eines zusammengestürzten Wohnhauses gerettet, berichtete der US-Fernsehsender CNN. Die junge Frau, die stark ausgetrocknet war, habe etwas von einer Flasche Limonade gestammelt, die sie am Tag des Jahrhundertbebens eventuell dabei gehabt habe, berichteten Helfer. Auch könnte sie in den Trümmern eines zerstörten Badezimmers Zugang zu Wasser gehabt haben. Nachbarn sagten, das Haus sei am 12. Januar eingestürzt, als die Erde mit einer Stärke von 7,0 bebte und mindestens 150 000 Menschen starben.

Haiti: Der Kampf ums Überleben

Haiti: Der Kampf ums Überleben
Männer suchen unter den Toten Angehörige © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Auch eine junge Frau vermisst Angehörige © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Identifizierte Tote werden mit einem Band um den großen Zehen markiert © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann schützt sich mit Kleiderfetzen vor dem Verwesungsgeruch © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann hat sich an einer Tankstelle zwei Kanister Benzin abgefüllt. Vielerorts wurden Geschäfte geplündert © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Fast alle Anwesenden versuchen, sich umsonst Benzin abzuzapfen © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Ein Mann steht einer verletzten Frau bis zu deren Behandlung bei © AP
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Nur der Arm eines verschütteten Opfers ragt aus den Trümmern © AP
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Ein verletztes Kind wird notdürftig genäht © AP
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Ein spanischer Helfer rettet den Zweijährigen Redjeson Hausteen © AP
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Der Kleine klammert sich an seinen Lebensretter © AP
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Schnell durfte er wieder in die Arme seiner Mutter © AP
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Ein Kind wird unter mütterlichem Beistand vom Arzt behandelt © AP
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Ein Überblick des Grauens © AP
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Gladys Louis Jeune ist eine der Überlebenden © AP
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Die Retter haben sie nach 43 Stunden aus den Trümmern befreit © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Prominenter Beistand: Rapper Wyclef Jean reist in seine Heimat © AP
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Ein chinesischer Arzt versorgt ein verletztes Kind © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
In einer notdürftig errichteten Klinik werden Verletzte so gut es geht versorgt © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Der Franzose Pascal Simon koordiniert die Versorgung mit Arzneimitteln © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Auch Sarla Chand, 65, aus New Jersey zählt zu den Geretteten © AP
Haiti: Der Kampf ums Überleben
Französische Feuerwehrmänner haben sie von den Trümmern befreit und bringen sie ins Krankenhaus © AP

Die Retter meinten, es sei ein “Wunder“, dass das Mädchen solange überlebt habe. Die 16-Jährige wurde inzwischen auf ein französisches Lazarettschiff vor der Küste Haitis gebracht. Erst vor kurzem war ein 31-Jähriger gerettet worden, der zwölf Tage eingeschlossen war. Seit dem Beben wurden mehr als 130 Menschen lebend aus den Trümmern gezogen. Im der Nacht zum Donnerstag wurde Haiti von einem weiteren Beben der Stärke 4,1 erschüttert. Das Epizentrum befand sich nach Angaben der US-Erdbebenwarte in einer Tiefe von 58,4 Kilometer etwa 30 Kilometer südöstlich von Port-au-Prince. Über Opfer oder Schäden gab es zunächst keine Angaben. Für die traumatisierten Menschen wecken die Nachbeben jedoch schreckliche Erinnerungen.

Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva warf dem Westen unterdessen vor, Haiti schon vor dem Erdbeben mit seiner Misere alleingelassen worden. Schon vor dem verheerenden Erdbeben vom 12. Januar dringend benötigte finanzielle Hilfe sei von den Ländern des Westens nicht gewährt worden, betonte er auf dem Weltsozialforum im südbrasilianischen Porto Alegre. Dort rief er zum “Jahr der Solidarität“ mit dem Karibikstaat auf. Zwei Wochen nach dem Erdbeben wird die Situation der Obdachlosen nach Angaben der Vereinten Nationen immer bedrohlicher. “Wir suchen verzweifelt Zelte und Behelfsunterkünfte“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in New York. Auch die Versorgung mit Essen sei kritisch. Gleichwohl bessere sich die Situation: “Die Versorgung läuft flüssiger und wir erreichen immer mehr Menschen. Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns.“ Die Zahl der Obdachlosen schätzt die UN auf 800 000 bis zu einer Million Menschen.

dpa

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