Badesee-Verbot in Hamburg

Badesee-Schock! Darum herrscht hier ein absolutes Schwimmverbot

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In Hamburg wird aktuell vor Blaualgen und Zerkarien im Badesee gewarnt (Symbolbild)

In Hamburg wurde der See "Hinterm Horn" gesperrt. In dem Badesee in Bergedorf wurde bei einer Kontrolle festgestellt, dass sich Blaualgen entwickelt haben.

  • In Hamburg warnt das Institut für Hygiene und Umwelt vor einer Gefahr im Badesee
  • Blaualgen und Zerkarien können schlimme Folgen für Menschen haben
  • Badegäste in Hamburg müssen deshalb auf der Hut sein

Update vom 6. August 2019: Bei einer routinemäßigen Kontrolle im Badesee "Hinterm Horn" in Hamburg-Bergedorf wurde festgestellt, dass sich Blaualgen entwickelt haben. Das teilte das Bezirksamt Bergedorf mit. Demnach handele es sich um die Gattung "Anabena" - eine Blaualge, die potentiell gesundheitsgefährdend ist.

Aus diesem Grund hat das Amt nun bis auf weiteres ein Badeverbot für den See "Hinterm Horn" verhängt. Wann das Verbot wieder aufgehoben wird, sei zudem nicht absehbar, da das Wachstum der Algen unter anderem vom Wetter abhängt. Schon vor knapp einem Monat waren vermehrt Blaualgen in den Badeseen in Hamburg gefunden worden (siehe folgende Meldung).

Hamburg: Badesee "Hinterm Horn" in Hamburg-Bergedorf vorerst gesperrt

Meldung vom 9. Juli 2019: Schock in Hamburgs Badeseen: Das Institut für Hygiene und Umwelt warnt vor Zerkarien und Blaualgen. So ist derzeit in der Binnen- und Außenalster ein verstärktes Blaualgenwachstum zu beobachten. Auch für alle Badegäste ist das ein großes Problem. Denn: An dem ein oder anderen Badesee in Hamburg - die Stadt bietet insgesamt 15 Badestellen - treten die Blaualgen vermehrt auf.

So sollen nach Angaben des Instituts besonders Kinder, empfindliche Personen und Haustiere bei starker grünlicher Trübung oder Algenschlieren auf der Wasseroberfläche den Hautkontakt und das Verschlucken des Wassers vermeiden. Über die Badesee-Warnung in Hamburg berichtet nordbuzz.de*.

In der Innerstetalsperre im Harz kam es zum Drama, als ein Mann den Stausee im Landkreis Goslar durchschwimmen wollte.

Hamburg: Warnung für Badesee - Blaualgen und Zerkarien im Wasser

Doch was sind diese Blaualgen im Badesee in Hamburg eigentlich genau? Streng genommen sind es keine Algen, sondern Cyanobakterien. Im Gegensatz zu Algen besitzen sie keinen echten Zellkern und sind deshalb nicht mit den als „Algen“ bezeichneten Lebewesen verwandt.

Unterdessen kam es in Niedersachsen zu einem Unfall-Drama, als eine Pferde-Kutsche in der Lüneburger Heide verunglückte.

Auch sind die Blaualgen nicht blau. Cyanobakterien sind grün, werden dennoch als „Blaualgen“ bezeichnet. Der Grund: Einige von ihnen enthalten neben grünen Photosynthese-Farbstoffen auch blaues Phycocyanin. Dadurch wirkt die Farbe blaugrün. Diese Bezeichnung wurde schließlich auf alle Cyanobakterien übertragen. Sogar auf diejenigen, die überhaupt kein Phycocyanin enthalten und auch nicht blaugrün gefärbt sind.

Ein Drama gab es indes bei einem tragischen Vorfall in einem Badesee in Hannover, als ein 16-jähriger Junge plötzlich im Wasser verschwand.

Hamburg: Schock im Badesee - wie gefährlich sind Blaualgen?

Sind diese Blaualgen nun aber gefährlich? Wenn ja, wie gefährlich? Das Institut für Hygiene und Umwelt erklärt hierbei, das einige Blaualgen Toxine bilden können, die zu Haut- und Schleimhautreizungen, Ohrenschmerzen und Bindehautentzündungen führen können. Deshalb sind besonders Allergiker, Neurodermatiker, Asthmatiker und Kinder, die beim Baden und Spielen mehr Wasser im Badesee schlucken als Erwachsene und sich hauptsächlich im Flachwasserbereich aufhalten gefährdet. Überall dort, wo die Blaualgen angeschwemmt werden.

Bei Aurich in Ostfriesland behinderten Bade-Gäste die Rettungsarbeiten, nachdem ein Asylbewerber in einem See untergegangen war.

Beim massenhaften Verschlucken der Algen kann es auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Auch allergische Reaktionen können in einem betroffenen Badesee in Hamburg auftreten.

Hamburg: Das müssen Sie tun, wenn Sie im Badesee eine Blaualge verschluckt haben

Sollten Sie mit den Blaualgen in einem Badesee Kontakt gekommen sein, dann waschen Sie die betroffenen Stellen mit sauberem Wasser ab. Falls bei Ihnen Symptome wie Haut- oder Schleimhautreizungen, Bindehautentzündungen, Ohrenschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen auftreten, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen.

Unterdessen kam es in Celle bei Hannover zu einem tragischen Badesee-Unfall.

Hamburg: Zerkarien im Badesee - Warnung vor Gabelschwanzlarven

Neben den Blaualgen gibt es in einem betroffenen Badesee dann ja auch noch die Zerkarien, auch Gabelschwanzlarven genannt. Das sind Larven von kleinen Saugwürmern. Diese Arten kommen überwiegend in Mitteleuropa vor und verursachen beim Menschen eine Badedermatitis. Ein unangenehm juckender, dennoch in der Regel ungefährlicher Hautausschlag.

Der Verlauf und die Intensität dieses durch Zerkarien hervorgerufenen Ausschlags sind individuell. Bei hypersensibilisierten Personen treten möglicherweise Fieber und Schockzustände auf.

Apropos Schock: Einen solchen gab es auch bei einer sexuellen Belästigung von kleinen Mädchen an einem Badesee in Braunschweig.

Die Polizei warnt zudem nach mehreren Einbrüchen in Hamburg vor einer Frau und ihrer Komplizin.

In einem Badesee in Ahrensburg nördlich von Hamburg kam ein kleines Kind ums Leben, wie nordbuzz.de* berichtet.

heu

*nordbuzz.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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