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700 000 Handy-Nutzer abgezockt: Täter auf freiem Fuß

Kiel - Sie haben mit SMS-Flirts 700 000 Handy-Nutzer abgezockt, die flirtenden SMSler um 46 Millionen Euro erleichtert, doch die Täter sind jetzt wieder auf freiem Fuß.

Nach rund 20 Monaten Untersuchungshaft wurden die Hauptangeklagten entlassen. Das Oberlandesgericht (OLG) Schleswig gab einer Haftbeschwerde der Verteidiger statt und setzte die Haftbefehle gegen die drei mutmaßlichen Betreiber von Call-Centern außer Vollzug. Der Zweite Strafsenat bejahe aber nach wie vor dringenden Tatverdacht, sagte Gerichtssprecherin Christiane Wien am Freitag.

44 Gründe, warum das Handy beim Feiern daheim bleiben sollte

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Die Haftbefehle blieben bestehen, die Freilassung erfolge nur gegen strenge Auflagen wie Meldepflicht und Kontaktverbot zu Mitangeklagten und Zeugen. Die Staatsanwaltschaft wirft den Betreibern von SMS-Chats gewerbsmäßigen Bandenbetrug und drei Mitangeklagten Beihilfe dazu vor. Statt ersehnter Traumpartner chatteten Profi-Animateure - jede SMS kostete 1,99 Euro. Die drei Hauptangeklagten sitzen seit Dezember 2008 in Haft.

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