Aus dem Knast

Nach Säure-Anschlag: Ex-Freund schreibt ihr empörende Briefe - die Polizei tut nichts

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Schwer gezeichnet nach dem Angriff:  Vanessa Münstermann

Er lauerte er ihr auf und schüttete Säure auf ihr Gesicht: Vanessa Münstermann fühlt sich immer noch von ihrem Ex-Freund bedroht. 

Hannover - Update vom 28. Mai 2018: Säure-Opfer Vanessa Münstermann ist Mama geworden. „Danke allen, die mir Mut gemacht haben“, sagt die 29-Jährige aus Hannover.

Zwei Jahre nach dem Säure-Anschlag in Hannover hat die 29-Jährige immer noch große Angst vor der Entlassung des Täters aus der Haft. „Er schreibt mir aus dem Gefängnis. Der Tonus ist, dass ich lüge und selber schuld bin“, sagte Vanessa Münstermann der Deutsche Presse-Agentur. Die junge Frau ist seit der Attacke am 15. Februar 2016 im Gesicht schwer entstellt. Mit dem letzten Brief vor Weihnachten sei sie zur Polizei gegangen: „Dort sagte man mir, dass es darin keinen Anhaltspunkt für Ermittlungen gibt, weil alles Meinungsäußerungen sind.“

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Ex-Freund tauchte aus einem Gebüsch auf

Als die Hannoveranerin vor zwei Jahren mit ihrem Hund morgens um den Block ging, trat ihr Ex-Freund aus einem Gebüsch und schüttete ihr die Säure ins Gesicht. Der Mann wurde zu einer zwölfjährigen Haftstrafe wegen schwerer Körperverletzung verurteilt.

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Vor einem Jahr gründete Vanessa Münstermann den Verein „Ausgezeichnet“, um Menschen in ähnlicher Lage zu helfen. Am kommenden Sonntag (18.2.) lädt sie zu einem Empfang ein, um sich bei Unterstützern zu bedanken und gemeinsam mit anderen Betroffenen Gesicht zu zeigen. Bereits am Donnerstag (15.2.) zeigt das WDR Fernsehen in der Reihe „Menschen hautnah“ ein Porträt über das Leben der jungen Frau nach dem Säure-Angriff.

dpa

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Kommentare

SeppiAntwort
(1)(0)

Sehe ich auch so. Anschließende Sicherungsverwahrung finde ich bei solchen Fällen unabdingabr!

OttoBerger
(4)(0)

Armes Deutschland! Warum läßt man ihm überhaupt Briefe schreiben? Bei der Zensur sollen sie zurückgehalten werden! Hoffentlich bewirkt dieses Verhalten keine vorzeitige Entlassung!
Ein Annäherungsverbot und Verbot der Kontaktaufnahme mit hoher Strafandrohung wie in den USA bewirken Wunder! Nochmal 12 Jahre Nachschlag!

Hasi Haching
(4)(0)

Es lebe der Täterschutz :-(