Physiker nennt Bedingung

Hawking prophezeit: Das ist die letzte Chance der Menschheit

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Der an ALS erkrankte Physiker Stephen Hawking hat unter anderem Arbeiten zur Allgemeinen Relativitätstheorie verfasst.

Der Physiker Stephen Hawking beschäftigt sich seit Jahren mit der Rettung des Homo Sapiens. Nun erklärte er, dass die Menschen womöglich eine Zukunft haben - jedoch nur unter einer Bedingung.

Trondheim - Er glaubt an genmanipulierte „Supermenschen“, die unseren Planeten retten könnten, stellt die Existenz schwarzer Löcher in Frage und vermutet außerirdisches Leben im All: Der britische Astrophysiker Stephen Hawking ist wohl das beste Beispiel dafür, dass Genie und Wahnsinn manchmal nah beieinander liegen. 

Und trotzdem können seine Theorien und  Prophezeiungen noch so absurd klingen - die Menschheit misst Hawkings Aussagen unübertroffene Bedeutung bei. Immerhin gilt der 75-Jährige nicht umsonst als der womöglich klügste Mensch der Welt. 

Auf dem Starmus Festival in Trondheim, Norwegen, legte er nun eine neuerliche, von den Anwesenden mit Spannung erwartete These dar. 

Dabei berief er sich laut „BBC“ auf einen Ansatz, den er schon vor Jahren ausgearbeitet hatte und seitdem mit voller Überzeugung vertritt: Laut Hawking muss der Mensch den Weltraum besiedeln, um sein Überleben zu sichern. Denn zahlreiche Bedrohungen, wie das rasante Bevölkerungswachstum und immer begrenztere Ressourcen, werden zwangsläufig dazu führen, dass die Spezies Homo Sapiens ausstirbt.

Mond und Mars als beste Alternativen zur Erde

Wie der britische Nachrichtensender berichtet, kürte er nun zwei bekannte Planeten zum zukünftigen, sehr viel erstrebenswerteren Lebensraum der Menschheit. Zum einen hielt er die führenden Nationen dazu an, bis zum Jahr 2020 zahlreiche Astronauten auf den Mond zu schicken, um dort eine Mondbasis zu errichten. Zum anderen sah sein ambitionierter Zukunftsplan vor, bis 2025 Menschen zum Mars zu entsenden. „Ich bin überzeugt davon, dass die Menschen die Erde verlassen müssen. Ins Universum auszuschwärmen und neue Sonnensysteme zu entdecken, könnte die einzige Möglichkeit sein, die uns rettet“, betonte Hawking.

Ein gemeinsames Weltraumprogramm als übergeordnetes Ziel

Der Mathematiker, der Zeit seines Lebens an den Rollstuhl gefesselt sein wird, hält seinen Entwuf tatsächlich für unumgänglich und lieferte zur Untermauerung zahlreiche Argumente. So führte er beispielsweise an, dass ein neues Weltraumprogramm die Bündnisse zwischen Menschen auf bis dato ungekannte Weise stärken würde - nicht zuletzt wegen einem übergeordneten Ziel, das sie alle miteinander verbindet. „Immer wenn wir einen großartigen Schritt wagen, wie zum Beispiel die erste Mondlandung, bringen wir Menschen und Nationen zusammen“, erklärte er. Außerdem hält er es für essenziell, dass auch junge Menschen wieder Interesse an Astrophysik und Kosmologie zeigen  - schließlich liegt im Universum, so Hawking sinngemäß, der Ursprung allen Lebens. 

Sollten die Menschen die Möglichkeiten der Technologisierung nicht nutzen, werden sie laut Hawking früher oder später ohnehin untergehen: Sei es durch einen einschlagenden Asteroid oder die sengende Hitze der Sonne, die die Erde verbrennt.

Hawking kritisiert Trumps Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen

Doch natürlich schlägt Hawking nicht etwa vor, einfach feige zu fliehen und den sterbenden Planeten Erde sich selbst zu überlassen. Vielmehr insistiert er, Geld zu investieren, um zu retten, was noch zu retten ist. Dabei kann er sich auch einen Seitenhieb gegen US-Präsident Donald Trump nicht verkneifen: „Ich streite den Klimawandel und die globale Erwärmung nicht ab. Anders als Donald Trump, der in Sachen Klimawandel kürzlich die schlechteste Entscheidung traf, die diese Welt je gesehen hat.“ 

Der Leiter der „European Space Agency“ (Esa) Jan Woerner hat bereits angekündigt, dass er für das Jahr 2024 die Konstruktion einer neuen Mondbasis anvisiert. Die Nasa will sich laut dem britischen Medium wiederum mehr darauf konzentrieren, bis 2030 zahlreiche Astronauten zum Mars zu schicken.

Die Kolonisierung anderer Planeten könnte damit in nicht allzu ferner Zukunft vom billigen Plot unrealistischer Science-Fiction-Filme zum Alltag zahlreicher Menschen avancieren.

sl

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