Er war bereits polizeibekannt

13-Jähriger im Wald niedergestochen: Teenager (14) wegen Mordes vor Gericht - Erste Details bekannt

Ein Einmalhandschuh liegt nahe des mutmaßlichen Tatorts. Nachdem ein 13-jähriger Junge tot in der Nähe von Sinsheim-Eschelbach gefunden worden war, steht ein 14-Jähriger im Verdacht.
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Ein 14-Jähriger steht nun aufgrund des Mordes an einem 13-Jährigen vor Gericht. In einem Waldstück wurde der Junge getötet.

Ein 14-jähriger Junge wird wegen des mutmaßlichen Mordes an einem 13-Jährigen angeklagt, nun beginnt der Prozess. Hatte er die Tat zuvor geplant?

Sinsheim/Heidelberg - Mit seinen 14 Jahren muss sich ein Junge wegen Mordes vor dem Gericht verantworten. Sein Opfer war selbst erst 13 Jahre alt, er wurde vermutlich aus Eifersucht getötet. Am 20. Oktober wird der Prozess nach umfangreichen Ermittlungen eröffnet, dann erwarten den mutmaßlichen Täter mehrere Verhandlungstermine.

Bis zum 6. Oktober sei der Prozess geplant, teilte eine Gerichtssprecherin mit. Die Öffentlichkeit müsse dabei aber aufgrund des geringen Alters des mutmaßlichen Täters ausgeschlossen werden. Der Minderjährige wird vom Landgericht Heidelberg sein Urteil entgegennehmen.

Mord an 13-Jährigen: Mutmaßlicher Täter ist nur ein Jahr älter - Mord war vermutlich genau geplant

Mutmaßlicher Täter und Opfer trennen nur ein Jahr Altersunterschied. Vergangenen Februar soll der 14-Jährige den 13-Jährigen von hinten mit einem Messer getötet haben. Mit mehreren Stichen habe er sein Opfer getötet, dabei soll er einen genauen Mordplan verfolgt haben. Laut der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Heidelberg hätte der Junge diesen Plan schon zuvor ausgearbeitet und anschließend genauestens befolgt. „Motiviert haben soll den Angeschuldigten – jedenfalls auch – seine Eifersucht auf das Tatopfer um die Gunst eines Mädchens“, wie die Staatsanwaltschaft Heidelberg erklärt.

Rücklings erstochen: 14-Jähriger sitzt seit der Tat in Untersuchungshaft

Bei der Tat sei auch ein Mädchen anwesend gewesen, denn der mutmaßliche Mörder wurde mit ihr neben dem toten Jungen in einem Waldstück bei Sinsheim-Eschelbach aufgegriffen. Umgehend sei der 14-Jährige mit doppelter deutsch-türkischer Staatsbürgerschaft festgenommen worden, er habe das Küchenmesser als Mordwaffe noch in der Hand gehabt. Mehrere Monate saß der Junge seitdem in Untersuchungshaft und bestritt die Tat. Ihn erwarten nun bis zu zehn Jahre Haft, denn aufgrund seines Alters fällt er noch unter das Jugendstrafgesetz. Bis zur Verurteilung gilt der Angeklagte als unschuldig.

Der Mord am 13-Jährigen war nicht die erste Straftat, die der Junge begangen haben könnte. Die anlässlich des Mordes geführten Ermittlungen ergaben, dass er bereits 2020 zum Messer gegriffen hatte und einen Mitschüler schwer verletzte.

Bereits im Februar berichtete die tz über den Tathergang. (ale)

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