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Bischof hält Rede vor Kindern und dürfte ihnen damit das Weihnachtsfest „zerstört“ haben

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Von: Andreas Knobloch

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Ein Bischof erzählte den Kindern „die Wahrheit über Weihnachten“ und sorgte damit für eine Debatte.
Ein Bischof erzählte den Kindern „die Wahrheit über Weihnachten“ und sorgte damit für eine Debatte. © Peter Kneffel / dpa / picture-alliance/ dpa/dpaweb | Sören Stache

Ein Bischof in Sizilien hat es aus seiner Sicht nur gut gemeint - aber mit seiner Rede vor Kindern eine enorme Debatte entfacht. Eltern waren entsetzt.

München - Ist es der Weihnachtsmann oder das Christkind, welches die Geschenke bringt? In Bayern gibt es die Diskussion schon länger. Im Endeffekt steht fest, es wäre nur wichtig, den Mythos für Kinder aufrechtzuerhalten, um die zauberhafte Weihnachtszeit für sie so wundervoll wie möglich zu gestalten. Ein Bischof in Italien ist mit einer Rede jetzt aber zu weit gegangen.

In Sizilien hat dessen Aktion eine Debatte über den Weihnachtsmann entfacht. „Den Weihnachtsmann gibt es nicht, und Coca Cola - aber nicht nur - nutzt sein Image, um sich als Träger guter Werte darzustellen“, hatte der Bischof von Noto, Antonio Staglianò, am Nikolaustag vor Kindern in der sizilianischen Stadt gesagt.

Weihnachtsmann nur ein Mythos? Bischof stellt Rede klar

Italienische Medien und Eltern diskutierten fortan darüber, ob der Geistliche den Kindern damit die Freude an Weihnachten und Geschenken genommen habe. Staglianò präzisierte nun: „Ich habe ihnen nicht gesagt, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt. Aber wir haben darüber gesprochen, dass man unterscheiden muss, was real ist und was nicht“, sagte er der Zeitung „Repubblica“ (Samstag).

Er habe das Beispiel von Nikolaus von Myra genannt, einem Heiligen, der den Armen Gaben brachte, nicht Geschenke. „In der angelsächsischen Tradition wurde er zum Weihnachtsmann, aber sicher nicht zu dem von Coca Cola geschaffenen Weihnachtsmann.“

Weihnachtsmann nur für „Reiche“? Wahre Weihnachten gäbe es nicht über Amazon

Die Frage sei: Warum bringt der Weihnachtsmann nur den Reichen Geschenke und nicht den Kindern, die nichts haben? Eine Konsumkultur sei etwas anderes ist als eine Kultur des Gebens, die den Kern der wahren Weihnachtsbotschaft ausmache. „Der wahre Sinn von Weihnachten liegt in dieser Grotte, in der Kälte und im Frost, wo das Jesuskind in einer Wiege im Stroh geboren wird, die sicher nicht Amazon geliefert hat.“

Ein Münchner hat mit einem Adventskranz eine schönere Idee gehabt, als der Bischof mit seiner Rede. Für diesen Weihnachtstrick wird er enorm gefeiert. (ank mit dpa)

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