Massenversuch mit Szenedroge "2C-E"

Polizei will Heilpraktiker nach Massenrausch vernehmen

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Rettungskräfte mussten sich um 29 Seminarteilnehmer im Drogenrausch kümmern.

Hamburg - Nach dem gefährlichen Massenrausch bei einem Heilpraktiker-Treffen in der Nähe von Hamburg will die Polizei jetzt die Betroffenen befragen. Sie hatten wohl die Droge "2C-E" ausprobiert.

Das Untersuchungsergebnis ihrer Blutproben liege aber noch nicht vor, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei geht davon aus, dass die 24- bis 56-Jährigen kollektiv die Szenedroge "2C-E" konsumiert hatten.

Das mutmaßliche Drogenexperiment in einem Tagungshaus im niedersächsischen Handeloh hatte am Freitag einen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften ausgelöst. 29 Seminarteilnehmer wurden mit Wahnvorstellungen, Krämpfen, Schmerzen, Luftnot und Herzrasen in Krankenhäuser gebracht. Gegen die Heilpraktiker wird wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt. Ob alle die Substanz freiwillig nahmen, ist dem Sprecher zufolge noch unklar.

Legal therapeutisch verwendet wird "2C-E" nicht, weil nicht genügend über das Suchtpotenzial, mögliche langfristige Schäden und die Nebenwirkungen der Psycho-Droge bekannt ist. Nach Einschätzung der behandelnden Ärzte war es für einige der Seminarteilnehmer "höchste Eisenbahn" für medizinische Hilfe.

dpa

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