"Hells Angel" soll zwölf Jahre in den Knast

Koblenz - Er erschoss einen SEK-Beamten durch die Tür seines Hauses: Wegen des Mordes soll ein Mitglied der Rockerbande “Hells Angels“ nach dem Willen der Staatsanwaltschaft für zwölf Jahre in Haft.

Das forderte die Anklagebehörde in ihrem Plädoyer am Mittwoch vor dem Landgericht Koblenz. Auch wenn der Angeklagte nicht gewusst habe, dass ein Beamter eines Sondereinsatzkommandos (SEK) vor der Tür stand, habe er es in Kauf genommen, dass durch seine Schüsse ein Mensch tödlich verletzt werde, argumentierte die Staatsanwaltschaft. Zu berücksichtigen seien in dem Strafmaß auch vier Fälle von versuchter Nötigung und Erpressung, die dieser Tat vorausgegangen seien.

Großalarm für Polizei: Hells Angels kommen

Hells Angels
Wer sie nicht kennt: Die Hells Angels sind ein Rocker- und Motorradclub, dessen Mitglieder öfter mit dem Gesetz in Konflikt geraten. © dpa
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Die Werte der „Höllenengel“ lauten Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit, Respekt und Freiheit. © dpa
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Gegründet wurde der Club 1948 in Kalifornien. © dpa
Als „Backpatch“, also Logo auf der Lederjacke, wird ein Totenkopf mit Flügeln verwendet, der als „Deathhead“ bezeichnet wird. Der Schriftzug, und damit die Clubfarben, ist rot auf weiß.
Als „Backpatch“, also Logo auf der Lederjacke, wird ein Totenkopf mit Flügeln verwendet, der als „Deathhead“ bezeichnet wird. Der Schriftzug, und damit die Clubfarben, ist rot auf weiß. © dpa
Rocker der Hells Angels auf dem Weg zu einem Treffen in Prag.
Rocker der Hells Angels auf dem Weg zu einem Treffen in Prag. © dpa
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Vor einem Treffen werden zwei Hells Angels von der Polizei durchsucht. © dpa
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Ein Rocker macht mit seinem Motorrad den „Burn out“. © dpa
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Mitglieder der Hells Angels werden auf dem Weg zur Autobahn von Polizeifahrzeugen eskortiert. © dpa
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Mitglieder der Hells Angels werden auf dem Weg zur Autobahn von Polizeifahrzeugen eskortiert. © dpa
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Ein Polizist überwacht ein Treffen der Hells Angels. © dpa
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Ein Treffen der Hells Angels. © dpa
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Ein Polizist überwacht ein Treffen der Hells Angels. © dpa
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Europatreffen der Hells Angels mit Kaffeefahrt: Die Mitglieder sitzen in einem Boot, einem so genannten "Auswanderer", um zu der Insel Wilhelmstein im Steinhuder Meer überzusetzen. Dort gibt es erst Kaffee und Kuchen. Anschließend beginnt eine Party. © dpa
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Rund 1500 Mitglieder waren mit ihrem Motorrädern zum Europatreffen gekommen. Dafür ist extra ein Gelände in einem Industriegebiet angemietet worden. © dpa
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Hells Angels © dpa
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Eine Kutte der Hells Angels und bei einer Razzia beschlagnahmte Waffen in der Asservatenkammer des Polizeipräsidiums in Kassel. © dpa
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Nach einer Gerichtsverhandlung haben sich Mitglieder der früher verfeindeten Rockergruppen Bandidos und Hells Angels eine Schlägerei geliefert. Die Polizei hat einige von ihenn verhaftet. © dpa
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Nach der Schlägerei auf offener Straße wurde dieses Mitglied der Hells Angels verhaftet. © dpa
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Hells Angels auf ihren schweren Maschinen. © dpa
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Ein festgenommener Rocker. © dpa
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Die „Kutte“ der Hells Angels. © dpa

Der 44-Jährige ist angeklagt, im März 2010 in Anhausen (Kreis Neuwied) einen SEK-Beamten durch die geschlossen Haustüre hindurch erschossen zu haben. Die Polizei wollte sein Haus wegen des Verdachts auf mehrere Erpressungen durchsuchen. Im Verlauf des Prozesses hatte der Angeklagte zugegeben, zweimal von innen auf die geschlossene Haustür geschossen zu haben. Allerdings habe er nicht gewusst, dass dort ein Polizist gestanden habe. Vielmehr habe er geglaubt, es stünde ein Mitglied des rivalisierenden Rockerclubs “Bandidos“ vor der Tür, von dem er sich bedroht gefühlt habe.

dapd

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