In den USA starb ein Mann

Der gefährlichste Vogel der Welt sieht harmlos aus - und ist vom Aussterben bedroht

Ein ausgewachsener Helmkasuar (hinten) und vorne ein Küken.
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Ein ausgewachsener Helmkasuar und ein Küken auf einer Straße in Queensland, Australien.

Es ist der wohl gefährlichste Vogel der Welt: der sogenannte Helmkasuar. Dabei schaut er so aggressiv gar nicht aus, oder? Das ist er aber.

Australien - Ein ganz normaler Vogel? Ganz und gar nicht. Der Helmkasuar gilt als gefährlichster Vogel der Welt - viele Medien bezeichnen ihn so. Doch was macht das Tier, welches eigentlich ganz harmlos aussieht, so gefährlich? Es ist eine Entwicklung, an der die Menschen nicht unschuldig sind. Angriffe auf lebende Personen sind für das vom Aussterben bedrohten Federvieh keine Seltenheit mehr.

Helmkasuar: Der gefährlichste Vogel der Welt?

Beheimatet ist der Vogel in Australien, genauer gesagt im Norden des Landes. Wie die Aktionsgemeinschaft Artenschutz auf ihrer Website mitteilt, ist die Art wegen eines Zyklons im Jahr 2011 stärker gefährdet als zuvor. Lebensraum wurde durch den heftigen Sturm zunichte gemacht. Auch in Neuguinea, Seram und Aru sollen die Helmkasuare vorkommen. Helmkasuar heißt er deswegen, weil er augenscheinlich einen helmförmigen Höcker, der wie ein Irokese aussieht, auf dem Kopf trägt.

Eine dpa-Grafik aus dem Jahr 2017.jpg

Helmkasuar: Die Beine sind besonders stark

Auch wenn sie als Vögel gelten, können sie nicht fliegen. Sie sind sogenannte Laufvögel. Vor allem ihre Beine sind sehr kräftig. Und weil die Angst vor Menschen immer weiter schrumpft, haben Helmkasuare, die zwischen 1,50 und 1,70 Meter groß werden, schon einige Schaulustige attackiert. Laut BR gibt es sogar Lebewesen, die 1,90 Meter wachsen. Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 50 km/h.

Das Männchen zieht die Küken auf. Sobald es Bedrohung in Menschennähe wittert, schreckt es nicht zurück. Mit einem Sprung in die Luft kann es mit den Beinen einen Kick austeilen. Der Tritt kann laut einer BR-Reportage und stern.de sogar lebensgefährlich für den Menschen sein.

Auch wenn die Tiere laut Aga Artenschutz Schlangen und Schnecken zu sich nehmen, kursieren kuriose Bilder, die zeigen, wie die Vögel auch tote Kängurus vertilgen. Die Tiere überlebten jahrhundertelang in Australien, nun sind sie vom Aussterben bedroht. Sowohl die Natur als auch die Menschen taten ihr Übriges. Trotzdem wird darauf aufmerksam gemacht und versucht, das Tier zu erhalten.

In Florida wurde 2019 ein Mann von einem Helmkasuar getötet, den er auf seinem Grundstück hielt, wie t-online.de berichtet. Als er stürzte, hat ihn der Vogel so schwer verletzt, dass er starb. Anschließend wurde das Tier versteigert. Wer nicht bis nach Australien will, um den Helmkasuar zu sehen, der hat Glück. Auch in deutschen Zoos gibt es hin und wieder dieser Vögel. (ank)

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